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Archiv der Monatstexte 2021

November

 

„Was vor uns liegt und was hinter uns liegt,

sind Kleinigkeiten im Vergleich zu dem,

was in uns liegt.

Und wenn wir das, was in uns liegt,

nach außen in die Welt tragen, geschehen Wunder“

Henry David Thoreau

 

Die Frage nach dem Sinn?

So verschieden wir auch sein mögen, haben wir doch wesentliche Gemeinsamkeiten: ein angeborenes Verlangen nach Sinn, Ziel und Zweck. Dieses Bedürfnis, den Sinn des Lebens zu verstehen, scheint für unsere psychologische Entwicklung ebenso wichtig zu sein, wie zum Beispiel das Essen für unser biologisches Überleben.

Obwohl viele von uns nie bewusst zugeben oder glauben würden, dass unser Leben wirklich seinen eigenen Sinn hat, weiß unser Unbewusstes doch, weswegen wir hier sind, es verschafft sich Gehör und übermittelt uns Botschaften durch Träume, Eingebungen und tiefe innere Sehnsüchte. Der Ruf unseres Schicksals manifestiert sich in unseren grundlegenden Neigungen und Fähigkeiten – den verborgenen Kräften hinter unserer Persönlichkeit. Diese Neigungen und Tendenzen bestimmen unseren Werdegang, unsere zwischenmenschlichen Beziehungen und beeinflussen Qualität und Richtung unseres Lebens.

Wenn wir jedoch permanent dieser Frage ausweichen, sie verdrängen und mutlos in Lethargie verfallen, mag uns die Antwort auf den Sinn versagt bleiben.

In folgendem Beispiel möchte ich dies kurz erklären:                                                                                Eine 45jährige Patientin (Name, Alter geändert), nennen wir sie Sabine, erlebt nach einigen Schicksalsschlägen und nach massiver Überforderung am Arbeitsplatz eine Depression mit Burn Out gemischt. Nach jahrelanger Therapie kommt langsam die Erkenntnis über eigene Programme und Neigungen in zwischenmenschlichen Beziehungen. Jedoch anstatt diese nun umzusetzen und nach vorne zu schauen, macht sich Mutlosigkeit gemischt mit Versagensängsten breit und es wird lieber alles beim Alten gelassen. Sofort meldeten sich alte bekannte  Symptome und Ereignisse mit vehementer Wucht.

„Liebe dein Symptom“, sagt Jacques Lacans in seinem Werk der Psychoanalyse, weil sie der Auseinandersetzung mit unserem Unbewussten dient. Nur mit Mut, Liebe und einer höheren Weisheit führt sie uns an die inneren Fragen und somit unserem ganz persönlichen Lebenssinn.

„auf den Wegen des Lebens

begegnen wir immer wieder uns selbst

in tausend Verkleidungen“

C.G. Jung

 

Übung:

·         Überlege dir, welchen Sinn und Zweck könnte dein Leben haben?

·         Beobachte deine Symptome und frage dich, was wollen sie dir sagen?

·         Welche Fähigkeiten brauche ich, um meinen Sinn im Leben zu erkennen, anzunehmen und zu leben?

 

„Ohne Mut trägt Weisheit keine Früchte“

Balthasar Garcidn (El Criticòn)

 

Auch im November freuen wir uns, Ulli Kaufmann und Siegi Schütz, mit euch zu arbeiten, zu diskutieren und gemeinsam nach neuen Perspektiven und Lösungen zu suchen. Auch der Frage nach dem Sinn wollen wir mit euch erfragen und mutig nach vorne schauen.

 


 

Oktober

"Das menschliche Dasein ist ein Gasthaus.

Jeden Morgen ein neuer Gast.

Freude, Depression und Niedertracht-

auch ein Moment der Achtsamkeit kommt unverhofft zu Besuch.

Grüße und bewirte sie alle!.....

Behandle jeden Gast ehrenvoll....

Dem dunklen Gedanken, der Scham, der Bosheit-

begegne ihnen lachend an der Tür und lade sie zu dir ein.

Sei dankbar für jeden, der kommt, denn alle wurden dir aus einer anderen Welt geschickt,

um dich zu führen. (Rumi)

  

        

      

Gerne möchte ich euch heute etwas aus einem Buch zitieren, dass ich immer wieder gerne zur Hand nehme.

„Verkörperter Schrecken“ (Bessel van der Kolk)

Die Begegnung mit dem Trauma, sei es dem Eigenen oder dem meines Klientels, ist ohne Zweifel eine der berührendsten Momente in meiner Arbeit. Was wir Menschen einander antun, sei es durch Unwissenheit, Weitergabe selbsterlebter Traumata oder Unbewusstheit oder schlicht Dummheit, ist unbegreiflich oder unfassbar.                                                                                                                                                                                                  Heilung von Trauma und den Spuren, welche sie in unserem Gehirn hinterlassen, erlebe ich als eine Art Auftrag. Z.B. eine fragmentierte Landkarte, verzerrte Wahrnehmungen oder Informationen die der Organismus fehlinterpretiert, wieder in ein Bewusstsein zu lenken, welches Zugehörigkeit und wertschätzende Aufmerksamkeit erfahren darf, ist Teil meiner Arbeit und kommt von Herzen. Auf dem besten Weg, eine traumabewusste Gesellschaft zu werden, zeigen die vielen Publikationen und Resilienzforschungen die es bereits gibt.  Zu Resilienz dann etwas im November.

 

Eine sichere Basis

„Bei unserem Eintritt in die Welt schreien wir, um uns bemerkbar zu machen. Daraufhin kümmert sich sofort jemand um uns, badet uns, wickelt uns, gibt uns etwas zu essen, und, was das Beste ist, unsere Mutter legt uns auf ihren Bauch oder an ihre Brust, und wir erleben einen wonnevollen Kontakt von Haut zu Haut.                    Wir Menschen sind zutiefst soziale Wesen; unser Lebensziel ist, unseren Platz in der menschlichen Gemeinschaft zu finden. Ein Ausspruch des berühmten französischen Psychiaters Pierre Janet ist mir besonders ans Herz gewachsen: ‚jedes Leben ist ein aus allen verfügbaren Mitteln geschaffenes Kunstwerk‘.

Doch unsere erste Lektion in SELBSTFÜRSORGE erhalten wir durch die Art, auf die andere für uns sorgen. Ob es uns gelingt, die Kunst der SELBSTREGULATION zu meistern, hängt größtenteils davon ab, wie harmonisch unsere frühen Interaktionen mit unseren engsten Bezugspersonen waren.“ (Bessel van der Kolk)

 

 

In unseren letzten Einheiten in der Praxis sind wir immer wieder auf die Innere Kind Arbeit (wenn es denn eine Arbeit ist) gekommen.

Ein paar Gedanken daraus, die von euch gekommen sind:

Ich bin ok, genauso wie ich bin.  

Was Andere denken, ist mir egal!

Eigenlob ist echt heilsam.

Andere sind auch ok.

 

EINLADUNG

„Die größte Entdeckung meiner Generation ist,  

dass Menschen ihr Leben verändern können, 

indem sie ihre geistigen Einstellungen verändern." (William James)

 

 

Machen wir uns bereit, unser Bewusstsein zu erforschen. Was hindert uns noch daran, glücklich und befreit im Leben zu Sein? Innere Anteile wieder zusammenfügen, Maßnahmen in Angriff nehmen, Mosaikbausteine finden und ein neues Bild entstehen lassen, SELF-Leadership als neue Lebensrichtung generieren und eine neue innere Landschaft kennenlernen. Packen wir es gemeinsam an, füllen wir die Löcher und heilen wir unsere Vergangenheit!

 

 

 

„Großer GEIST, Mutter Schöpferin, segne die Erde durch mein Leben.

Quelle allen Lebens, wir streben danach, deine heilige Welt wieder zu heilen.

Geleite uns durch diese inneren Bilder, Worte und Gefühle, wenn wir uns in die Ganzheit versenken.

Schenke uns alles Wissen, dessen wir bedürfen.“ (aus Tarot der Medizinfrau)


September

dem langsamen Ende der Sommerpause. Ja im September geht es wieder los! Wir starten mit Gruppen, Supervisionen und lehrtherapeutischen Settings. Luna immer dabei!


Es warten wieder viele spannende Themen denen wir begegnen werden um sie zu verändern, zu verbessern oder neue Perspektiven aufzuzeigen.

 

"I am thankful to all those who said NO to me,   

because of them I did it myself" (Albert Einstein)

 

In diesem Monat möchte ich euch mit dem Thema NEIN-Sagen konfrontieren. Aus vielen Gesprächen weiß ich, wie schwer es sein kann NEIN zu sagen und wohin es führt, wenn wir es nicht gelernt haben. Warum fällt es uns oft so schwer? Welche Angst oder Sorge steckt denn dahinter? Mit welchen Überzeugungen sage ich ständig JA?

NEIN NEIN NEIN

wurde es uns als trotziges Kind aberzogen?

Zeit, sich diesem Thema zu widmen? Kannst du NEIN sagen?:

·         Wenn andere dich um etwas bitten?

·         Wenn du eine Arbeit übernehmen sollst?

·         Dich jemand um Geld anpumpt?

·         Dich ein Verkäufer bedrängt?

·         Die Kinder um Geld bitten?

·         Der Staat etwas von dir will?

·         Andere eine Lebensentscheidung für dich treffen wollen?

·         Ein Familienessen, zu dem du keine Lust hast zu gehen?     usw. usw.

 

 

Tipps zum NEIN-Sagen:

1.    Bedenkzeit

Erlaube dir Zeit. „Moment“ heißt das Zauberwort, wenn wir uns überrumpelt fühlen. Dann gilt die Empfehlung kurz nachzudenken, was genau soll ich tun? Möchte ich das? Wie viel Zeit Kraft und Energie habe ich derzeit? Muss wer anderes leiden und wer ist das überhaupt, der mich da gerade um etwas bittet. Wie stehe ich zu diesem Menschen?

 

2.   Bewusstheit

über die Hintergründe, nicht NEIN-Sagen zu können.

-          Angst, abgelehnt oder nicht mehr gemocht zu werden?

-          Angst vor Konsequenzen?

-          Was denkt denn der Andere von mir? Man will nicht egoistisch oder herzlos zu sein.

-          Gibt es ein Bedürfnis gebraucht zu werden?

-          Oder die Sorge etwas zu verpassen?

-          Bzw. sogar nicht mehr dazuzugehören?

Zu diesen inneren Ursachen kommt dann auch noch die Tatsache, dass es uns die anderen oft nicht gerade leicht machen, NEIN zu sagen. Verständlich, denn schließlich möchte die andere Person ja, dass wir ihrer Bitte nachkommen … Hier einige Strategien derer, die uns zu etwas bringen wollen:                     Schuldgefühle auslösen                                 Erpressung                                                                                                          Druck                                                                                                                                   Überrumpelung                                                                                                                        Schmeichelein                                                                                                                         Mitleid                                                                                                                                           uvm.
 

Hier hilft nur eines: diese Strategien erkennen und entlarven. Schaue genau hin, wer etwas von dir will und welche Mittel und Methoden eingesetzt werden, um es zu erreichen.

   

3.       Analyse (Wie hoch ist der Preis?)

-          Wie viel Zeit und Energie kostet es dich wirklich?

-          Bleiben eigene Vorhaben und Projekte liegen?

-          Macht dir das, worum du gebeten wurdest, Stress oder Ärger?

 

4.    Selbstwert oder die Innere Erlaubnis

Welcher Mensch bist du, wenn du eine Bitte ablehnst und nicht ständig für andere bereitstehst? Gut für sich zu sorgen, ist kein Egoismus, sondern notwendige Selbsterhaltung.

 

5.       Kommunikation die gelingt:

-          „Danke, dass du an mich denkst“

-          „Moment“

-          „Ich werde darüber nachdenken“

-          „Bitte sei mir nicht Böse“

-          „Danke, dass du meine Entscheidung akzeptierst“

-          „Vielleicht gerne ein andermal“

-          „Es ist sicher gerade nicht leicht für dich“

Klarheit, Verständnis und Dankbarkeit sind die 3 Säulen des NEIN-Sagens.

„ABER LEIDER NEIN!“

Zum Schluss noch ein Gedanke über dich:

-          Wie gut akzeptierst du selber ein NEIN?

-          Reagierst du verletzt, beleidigt oder findest du es angemessen?

-          Wie gut kannst du mit Enttäuschungen umgehen?

 

Finde heraus, was dir wirklich Spaß macht, was dir etwas gibt und trainiere Schritt für Schritt, auch mal zu einer Einladung “nein” zu sagen oder an einer Veranstaltung oder was auch immer, nicht teilzunehmen. Das Leben geht weiter, auch wenn wir nicht  überall mitmachen und dabei sind. (Das kannst du ja sowieso nicht). Den gewonnenen Freiraum wirst du auf ganz neue Art nutzen können.

Du bist wichtig! Deine Zeit und deine Entscheidungen sind  genauso wichtig wie die anderer Leute. Deine Kraft ist nicht endlos und es steht dir – genau wie jedem anderen zu – gut für dich zu sorgen.

 

In diesem Sinne, freuen wir uns auf euch und sagen JA, gemeinsam zu arbeiten und nach vorne zu schauen! Voneinander zu lernen, achtsam  die Kunst befreit zu leben, zu lernen!

 


 

 

Somewhere over the rainbow

Way up high

And the dreams that you dream of

Once in a lullaby

 

 

Somewhere over the rainbow

Bluebirds fly

And the dreams that you dream of

     Dreams really do come true-ooh-o    

           Someday I’ll I wish upon a star             

   

Wake up where the clouds are far behind me

When trouble melts like lemon drops

High above the chimney tops that’s where

You’ll find me, oh

 

Somewhere over the rainbow

Bluebirds fly

And the dream that you dare to

Oh why, oh why can’t I? I

Someday I‘ll wish upon a star

Wake up where the clouds are far behind me

Where trouble melts like lemon drops

High above the chimney top that’s where you find me

Oh, somewhere over the rainbow way up high

And the dream that you dare to

Why, oh why can’t I? I

   

***

 

Irgendwo hinter dem Regenbogen

sehr weit oben

sind die Träume, die du träumst

einmal ein Wiegenlied gewesen

irgendwo, hinter dem Regenbogen

wo die Paradiesvögel fliegen

sind die Träume von denen du träumst

Wirklichkeit geblieben

Eines Tages

will ich aufgehen wie ein Stern

aufwachen jenseits der Wolken

wo Ärger wie Zitronenbonbons schmelzen

hoch über dem Schornsteinspitzen

ist der Ort

wo du mich finden wirst

irgendwo hinter dem Regenbogen

wo Paradiesvögel fliegen

liegt der Traum, den du wagst….

(frei übersetzt von Ulli)

 

August

„Deine Seele wird sich nie mit weniger als Freiheit zufriedengeben.

Sie ist die Geliebte des Ozeans.

Sie ist hungrig nach dem Unendlichen, und das Unendliche ist hungrig nach dir.

Der Fluss muss zum Meer, der Weg auf den Gipfel..

Folge deiner Sehnsucht.

Sie ist heilig.“

aus „Seelengevögelt“ von Veit Lindau

 

Mensch wer bist du, wenn du frei bist?

 

 

Ein paar kritische Fragen gefällig? Du musst sie ja nicht beantworten, aber vielleicht fühlst du dich von deinem Innersten eingeladen, mal genauer hinzuschauen.

Welche Sehnsucht schlummert in dir?

Wir Menschen tun so viele Dinge und müssen so viele Fertigkeiten entwickeln, um zu überleben, dass es fast unmöglich scheint, individuelle Fähigkeiten, Bedürfnisse oder Freiheiten wahrzunehmen. So entstehen Zweifel, ob es überhaupt persönliche Fähigkeiten gibt und unsere Lebensform verhindert gar, sie zu entdecken?

Gerade die Freiheiten sind es aber, die wir, ich behaupte auch auf sträfliche Weise, vergessen haben. Erinnern wir uns noch?

Als Kinder haben wir begonnen, zur Schule zu gehen und ohne  zu hinterfragen, haben wir Aufgaben erledigt, gelernt und uns angepasst. Brav waren wir! Oder auch nicht, dann folgten Strafen, Ausschluss, aber auf jeden Fall waren wir Machtstrukturen ausgesetz,t die nicht immer lustig waren.

Unser „Dazugehörigkeitsprogramm“ wurde voll aktiviert, brav und angepasst versuchten wir, alles zu erledigen, damit später mal was aus uns wird. Im Erwachsenenalter gehen wir jeden Tag einer Arbeit nach und tun Dinge, die nicht unserer Natur entsprechen. Das Programm „Dazuzugehören“ ist ein sehr Altes. Es liegt hinten in unserem Kopf, im Archaischen System und kommt aus der Zeit des frühen Menschen. Wenn wir aus unserer Sippe ausgeschlossen wurden, war das so etwas wie ein Todesurteil. Draußen wartete der Säbelzahntiger um uns zu fressen, es gab kein Feuer um uns zu wärmen, keine Höhle und keine Menschen.

Wenn wir an den eigenen Kompetenzen und Bedürfnissen vorbeigehen, schaffen wir uns in der Regel eine Art Schutz, in Form von Gefühllosigkeit, körperliche und geistige Regungslosigkeit, Starrheit oder Ignoranz.


Ich möchte dich fragen:

·       Wie schaut es aus mit deiner persönlichen Freiheit und Selbstbestimmung?

·       Wenn wir je ein Gefühl von Freiheit und Selbstbestimmung hatten,

wann und wo haben wir es verloren?

·       Und ist es möglich, dieses Gefühl wieder zurückzugewinnen oder neu zu generieren?

·       Wie oft unterdrückst du spontane Impulse und warum?

 

Übung

wäre heute eine kleine Reise, eine wunderschöne Vision in dir entstehen zu lassen.

Schließ bitte deine Augen und bring dich

an einen Ort, in eine Zeit, die so positiv, so glücklich und so schön ist, wie du sie dir nur erträumen kannst. Dort schau dich um. Was siehst du? Stell dich dreidimensional da hinein und lass um dich herum eine wunderschöne Welt entstehen. Mit tollen Farben, Formen und stelle dir Dinge vor, die dir gut tun, dich heilen und ein warmes sanftes leichtes Gefühl entstehen lassen.

Dann höre dich um…vielleicht gibt es Musik, Worte der Liebe und Zartheit, Klänge und Geräusche die du liebst und dir guttun, dich heilen und ein warmes sanftes leichtes Gefühl entstehen lassen.

Und… vielleicht gibt es sogar einen bestimmten Geschmack oder Geruch. Was riechst du gerne? Welche Nahrung tut dir gut und heilt dich? Was riechst und schmeckst du, um ein warmes sanftes leichtes Gefühl entstehen zu lassen?

Und dann konzentriere dich nochmals auf das Gefühl. Wo im Körper spürst du es am deutlichsten?

Erlaube dir, nimm dir die Freiheit, ein warmes leichtes helles Gefühl wahrzunehmen und in deinem Körper zu verteilen. Übe es im Laufe des Tages immer wieder.

Unterstütze dieses Gefühl mit Worten

ICH BIN: frei, gesund, glücklich

oder mit was immer du möchtest

+++

Die meisten Definitionen,

sowohl Formen als auch Bedeutung,

haben wir von der Vergangenheit geerbt.

Wann wird es Zeit sie loszulassen?

 

Juli

 

              "Alles, was dich anrührt, dich und mich, fließt in ein Gefühl und verändert uns Beide....,

                    denn wenn ich dich verstehe, verändere ich mich und du wirst verstanden. (Autor unbekannt)                   


Wann immer wir in Kontakt kommen mit jemand, der uns versteht und annimmt, der unsere Geschichte oder unser Verhalten versteht aber nicht beurteilt, und mögen wir dieser jemand selber sein, entwickelt sich wie automatisch so etwas wie innerer Frieden.

Wenn es darum geht, Veränderung zu schaffen, in dem wir Leid, Krankheit, Streit oder Einsamkeit oder bestimmte Eigenschaften z.B. Neid, Wut, Eifersucht usw. hinter uns lassen möchten, oder nicht mehr fühlen möchten oder sogar beenden wollen, erlaubt sich die Frage: Was hindert dich daran, das, was dich belastet, zu verändern?

Kennst du Sätze wie: „mir sind die Hände gebunden“ oder „ da kann man nichts machen“, „ich bin eben so“ „die anderen sollten…“ „es ist wie es ist…“ „ich bin ausgeliefert, ein Opfer, schuld, schlecht, nichts wert", usw.?

Die damit verbundenen Gefühle, Emotionen und Gedanken schwingen in uns wie Wellen, mal mehr, mal weniger und sind dennoch nichts anderes, als mentale Konstrukte unserer Vergangenheit. Sie besitzen Energie, welche übertragbar, ebenso in Schwingungen von uns aufgenommen, als auch auf andere übertragen werden.

Der Psychiater C.G. Jung hat von einem Phänomen der Einheit gesprochen und von einem kollektiven Unbewussten. Die bereits damalige Erkenntnis, dass wir keine abgegrenzten Einzelwesen sind, sondern wie auch Rupert Sheldrake erwähnte, verknüpft uns ein inneres Band. Familien, soziale Gruppen, Freunde oder auch tierische Verbände z.B. Fischwärme, genauso wie unsere Ahnen, sind miteinander verbunden, egal, wie weit die Entfernung tatsächlich liegt.

Wie immer wir diese Energie nennen mögen, Gott, Geist, Existenz, ist egal. Annähernd erlebbar wird dies als eine uneingeschränkte, bedingungslose, allumfassende Liebe, welche den gesamten Kosmos durchdringt. Carl Sagan und Feyman singen in der Symphony of Science – „we are all connected to each other…“ ein uralter Song, der seine Gültigkeit nie verloren hat.

Zurückkommend auf oben gestellte Frage,was hindert dich daran, das, was dich belastet, zu verändern, könnte man antworten, es ist eine Art Polarität, es ist unser ICH, welches abwägt, urteilt, besitzen will und befriedigt werden möchte oder Bedingungen stellt!

Die bedingungslose Liebe hingegen ist absichtslos!

Sie hat keine Erwartungen und will nichts bewirken!

Sie verschwendet sich und leistet dem, was geschieht, keinen Widerstand!

Sie wertet und urteilt nicht!

    

Die genau daraus entstehende Verbundenheit aus der Absichtslosigkeit könnte man als Paradox bezeichnen. Die bedingungslose Liebe und Annahme könnte die Wurzel aller Heilung sein!

 

 

 

Ja,

ich kann es sagen, es benennen

es beweinen, für immer

und um mich schlagen, alles kurz und klein

niemand würde mich so kennen

 

Ja

es würde nichts übrig bleiben

und die Sterne, könnten  nichts bedeuten

auch  das Meer, es wäre trostlos und leer

niemand sieht mich treiben

 

Ja

ich könnte darüber schreien

es besingen und beklagen

das mein Herz gebrochen ist

ich mir fremd bin und doch eigen

 

Wenn

die Schatten von Vergangenheiten

so gefährlich um mich streifen

wie kann ich es begreifen

denn sie sind wie alte Freunde

aus einer längst vergangnen Zeit

 

Ja

möchte ich denn darüber sprechen

wie ich war, als Mädchen und als Kind?

wie mein Herz gebrochen ist,

wie die Narben meiner Seele

sich tief gebrannt, entstanden sind?

 

Ja

ich kann es sagen

darüber weinen es beklagen

tagelang und wochenlang

immer wieder, immer wieder, immer wieder

wie alte längst verklungene alte Lieder

 

Ja,

wenn ich hier noch länger bleibe

und auf der Erde noch verweile

begehrt in mir mein Herz und zu mir spricht,

„Hay, ich schlage noch“

„jetzt gehst du nicht;

gerade und genau deswegen

so ist das Leben, eben“

  

Ja,

wenn ich hier noch länger bleibe

mit allen Sinnen und Begierden

und mir so die Zeit vertreibe

weil es so gewesen ist

steig ich über alle Hürden

 

fühle ich mich größer, weiter und reicher

als ich je gewesen bin

und ich gehe weiter

und gehör genau hier hin

 

Ja

denn ich bin nicht allein

mit einem Herzen, das noch schlägt

für mich

für dich

für uns

mit so viel Liebe und Gefühl

gerade weil den Schmerz ich kenne

und ihn beim Namen nenne

kenn ich auch den Weg da raus

 

Ja

zum Leben, ja zu allem was da ist

zu allen Tränen, Träumen, Qualen,

zu allem Stoff aus dem wir uns gemacht

ja

zu allen gebrochenen Herzen

und aller Einsamkeit

zu jeder schwarzen Nacht

 

Und ja

zur Liebe, zu dem Weg der in die Freiheit führt

zu den Versprechen die wir halten

zu jedem Tanz, den es uns kostet

zu jedem Wort, das uns berührt

zu allen Farben und Gestalten

sei es nochmals klar gesagt

 

für immer da

zu jedem Amen

steht das           JA    (Ulli Kaufmann)

 

 

Symphony of Science - 'We Are All Connected' (ft. Sagan, Feynman, deGrasse Tyson & Bill Nye)

youtu.be/XGK84Poeynk-

 

JUNI

"Erleben wird immer erzeugt. Erleben steht nie fest." (Gunther Schmidt)

  


  

Es wird langsam Sommer! Wenn auch du dich über laue Sommerabende und die warmen Sonnenstrahlen oder endlich über Flip Flops freust, dann möchte ich dich einladen, doch ganz bewusst auch dein Herz erwärmen zu lassen.

Wärme zu spüren, ein offenes Herz wahrzunehmen oder einen Körperteil zu benennen, der sich besonders wohl fühlt, als Entdeckung eigener leiblicher Ressourcen, könnte eine hilfreiche Strategie sein, wenn es andersherum Symptome gibt, die unangenehm sind.

Ganz nach Gunther Schmidt sind diese sowohl ein wichtiges Feedback des Körpers als auch der Verfassung, für welche anerkennenswerten Bedürfnisse?

Ein Symptom als anerkennendes Wissen über Mangel und was gebraucht wird.

Belebte Wesen drücken sich über den Körper, die Haltung oder die Töne aus.

Übung:

Halte inne und mache eine Innenschau. Was ist gerade spürbar? Beginne das Spürbare zu tönen. Ohne zu bewerten und bewusst zu verändern.

 

 

 
Lunchen mit 10 Wochen, wird unsere angehende Therapiebegleithündin. Sie ist seit dieser Zeit auf natürlicherweise in der Praxis immer dabei und übernimmt bereits Aufgaben des Tröstens, der Oxytocin-Ausschüttung durch ganz viel streicheln und kuscheln. Jedes Mal, wenn ich mit ihr in die Praxis gehe, ist sie voll Begeisterung und Freude dabei. Sie liebt die Menschen und die Menschen lieben Lunchen.

 

Wir, Ulli Kaufmann und Siegi Schütz, wünschen euch eine wunderschöne Zeit, einen genussvollen Sommer und denkt daran, Symptome sind wertvolle Botschafter für Bedürfnisse!

 

Mai

"Die Sehnsucht soll frei sein und nicht auf hohe Ziele gerichtet,                                                                  und die Freiheit soll frei sein von Illusion des Getrenntseins" (Ram Dass, Olklahoma 1987)                    

 


 

Von Zeit zu Zeit ertappen wir uns, dass wir uns so verhalten, als seien wir eine Rolle in einem Spiel und ebenso unser Gegenüber. Vielleicht bist du  auf einer Party und hast gesagt, wir sollten lieber achtgeben was wir sagen, denn wir haben einen Geistlichen unter uns oder du holst aus der Apotheke Medikamente und es ist dir aufgefallen, dass diese nicht die übliche Farbe haben, sagst aber nichts, da der Apotheker sich ja besser auskennen muss als du.

Jeder Mensch beurteilt das Verhalten von anderen mit seinem eigenen Erfahrungshintergrund.

Als wir klein waren, konnten wir leicht glauben, dass wir den Menschen, die über uns bestimmten, z.B. unsere Eltern, nicht gleich waren.                                                                                                                            Daraus könnten die Gedanken entstanden sein:

„Ich bin klein und größere Leute wissen alles besser.“                                                                                   „Ich bin klein und wenn sie sich nicht um mich kümmern, bin ich wohl nicht liebenswert.“                                  „Ich kann mir selbst nicht vertrauen und daher lerne ich, wo mein Platz ist, damit sie mich lieben.“

All diese Glaubenssätze oder Internalisierungen bedürfen dringender Anpassung, weil wir über das Leben dazugelernt haben. Wie bedauerlich, wenn wir etwas an einem anderen lieben und wertschätzen, aber im Außen immer darum ringen oder es rechtfertigen müssen.

So oft erlebe ich, wie Menschen im Zusammenleben und Arbeitsleben sich auf künstliche vorgegebene Rollen einigen. Nicht nur, dass diese Unmengen an Energie verbrauchen, sondern uns fern von aller Lebendigkeit und Freude halten.

Zum Anderen erliegen wir oft der Illusion, es sei leichter, andere die Verantwortung für unser Leben übernehmen zu lassen: „es ist bequem, ein Buch für den Verstand zu haben, einen Seelsorger für mein Gewissen und einen Arzt für meine Symptome…,ich brauche mich nicht selbst bemühen“ ,waren schon Weisheiten des Emanuel Kant vor über 200 Jahren.

Was aber ist die Konsequenz daraus, wenn wir uns an Bedingungen anpassen, die eine Wertschätzung unserer inneren Ressourcen nicht mehr ermöglichen?                                                                                                                        Und ist es wirklich eine Kompetenz, wenn wir die Fähigkeit der Anpassung besitzen oder ist es schlicht einfach nur Feigheit und Mangel an Mut, weil uns unsere Abhängigkeiten kalt im Nacken ihre Präsenz zeigen?

Lügen, Formeln und wachsende Kontrolle sind Instrumente in einer Welt, die nicht mehr zu uns zu passen scheint.
Die Hilferufe des ursprünglichen Wesens, die wir Symptome nennen, zeigen sich als Konzentrationsstörungen, Aggressionen, chronische Anspannungen oder Aufregung, Depressionen, Sucht und Zwangshandlungen, aber vor allem durch Angst.

Bei einem gesunden, nicht unterdrückten authentischen wesen wären sie undenkbar.                                       Kein wildes Tier und kein Mensch aus dem Naturvolk weist sie auf. 

 

Übung, mit dem Ziel, ehrlich und authentisch zu sein:

*stell dir öfters am Tag die Frage, ob das was du gerade machst und bist, aus deinem Innersten kommt    

*bist das du und bist du echt?

*wie oft am Tag fragst du dich, was könnten denn die Anderen von mir denken? , entscheide dich, dass es dir EGAL ist

*überlege dir, in welcher Art und Weise du dich von anderen Menschen unterscheidest.

 

Ihr Lieben, die ihr das lest, habt einen wunderschönen Mai.                                                                            Wir, Ulli Kaufmann und Siegi Schütz, freuen uns auf die gemeinsame Arbeit                                                     und vielleicht sehen wir uns im Juni am Bergseminar.

  •                                                                 

Der Tanz der Freiheit

klingt nach Musik und Wildheit

nach wildem Geruch,

nach  Geborgenheit und Nähe die ich such

Der Tanz der Freiheit

schwingt in kosmischen Sphären

mit wehenden Bändern             

um mit Glück mich zu nähren

die Welt zu verändern. (Ursula Elvira Kaufmann)

 

April

„Wer nach außen schaut, träumt, wer nach innen schaut, erwacht!"   C.G. Jung  

Der Frühling ist da und mit ihm die Kraft des Neubeginns.

Neu Sein, sich Neu erfinden, Neu denken oder Neu-gierig sein oder einfach damit anfangen

DU SELBST SEIN

Der nachfolgende Text, der mich sehr berührt hat und den ich gerne mit euch teilen möchte, stammt aus einem Hundetraining mit Maja Novak, einer wunderbaren Frau, die sowohl mit Menschen, als auch mit Hunden arbeitet. Zu finden unter YouTube: Maja Novak / Konfliktlösung.                                                                      Ich nehme an, sie kennt auch „the work“ von Byron Katie, da viele Elemente mir daraus bekannt vorkommen.

 

         

Nichts hat so viel Kraft und bringt so viel inneren Frieden, wenn wir in unserem SELBST sind.

Hast du eine Kritik an einen Baum oder einem Hund oder dem Mondschein?

Der Mond, er leuchtet heute nicht so schön wie letzte Woche…

Ich kenne einen Hund, der ist viel niedlicher als dieser…

Der andere Baum hat eine viel höhere und schönere Krone…

Dieser Mensch sollte vielmehr auf sein Äußeres achten…

 

Sobald du etwas vergleichst

oder bewertest,

entwertest du es!

Wenn deiner Meinung nach

etwas anders sein könnte,

als es gerade ist,

kämpfst du gegen

die Wirklichkeit.

                                                                     daraus entstehen unsere Kriege im Alltag!

 

Überlege wie oft du andere Menschen im Vorbeigehen bewertest? Diese Bewertung trifft dein Ego.              NICHT dein SELBST.

Dein Ego füttert dich stets mit Argumenten und bestätigt deine innere Überzeugung. Z.B. kennen fast alle einen Opa, der 100 Jahre alt geworden ist, obwohl er geraucht hat.

Dennoch ist dein EGO nie zufrieden mit dir!

Egal was du tust, es will mehr. Es sagt: " Das geht besser, schneller, anders."

 

Dein wahres SELBST dagegen

besitzt die Innere Freiheit 

einfach zu Sein

es kann sich mit allem friedvoll verbinden!

 

Dein SELBST ist die Seele des neugeborenen Kindes

das du einmal warst

es wartet darauf

endlich gehört

gesehen

und gelebt zu werden.

 

Kein Gefängnis kann dir deine Innere Freiheit nehmen. Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch AndereNelson Mandela

 

Dein SELBST

kennt keine Angst

in deinem SELBST ist FRIEDEN

mit deinem SELBST

kannst du ein anderes EGO

eine friedvolle Grenze setzen.

  

Wir, Ulli Kaufmann und Siegi Schütz, wünschen einen wunderbaren heilsamen Frühlingsbeginn und freuen uns weiterhin auf eine sinnvolle gemeinsame Arbeit! 

Übung:

Bitte überlege dir und versuche zu spüren:

Wie fühlt es sich an, wenn dein wahres SELBST, deine innere Stimme angesprochen wird?

 

März

 

dem Monat, in dem der Frühling beginnt, es wieder wärmer wird und es hoffentlich auch in den Herzen der Menschen ein Frühlingserwachen gibt.

Heute möchte ich gerne über HEILUNG sprechen, bzw. wie Heilung entsteht. Wer braucht sie nicht?

Wer möchte nicht gerne heil und ganz sein? Das Streben danach ist derzeit ein Massenthema und Sätze wie „bleib gsund“ als Abschiedsfloskel oder tägliche Krankheitsstatistiken in den Medien zeigen das brisante Thema von allen Seiten.

KRANKHEIT und Tod gehören jedoch zur menschlichen Existenz, die als solche immer Brüchigkeit hat, mit dem Problem, dass wir damit nicht bewusst umgehen können. Subjektive Dimensionen des Leidens und der Nichtakzeptanz führen zu einem Übel und fordern von uns Selber als auch von unseren Mitmenschen, Atmosphären der Gedrücktheit, der Angst und der Furcht.

 

Die vier Wege der Heilung

möchte ich daher auf dieser Plattform kurz beleuchten

1. Bewusstseinsarbeit

je bewusster wir unseren Verhaltensformen, Gedanken und Gefühlen gegenüber sind, um so einfacher können wir sie auflösen und den Sinn im Leben wieder herstellen

2. Emotionale Differenzierungsarbeit, Nachsozialisation

In dem eine neue emotionale Erfahrung von Fürsorge und Schutz gemacht werden darf, können schädigende Strukturen verändert werden

3. Kreative Erlebnisentdeckung

Durch die Entwicklung und Förderung persönlicher und gemeinschaftlicher Ressourcen in einer erlebnis- und übungszentrierten Weise, können neue Ressourcen und alternative Erfahrungen gesammelt werden

4. Alltagspraktische Hilfen

heißt auf einfachste Art hilfreich im Alltag zu wirken mit sozialen Komponenten wie Solidarität und Zugehörigkeit

Einfach gesagt, wenn wie einander versuchen zu verstehen, emotional annehmen und stützen, Lebenshilfe gewährleisten, Sinn und Einsicht erspüren, Lernen können, positive Zukunftsperspektiven und Werte haben bzw. erarbeiten, für tragfähige Netzwerke  sorgen und zu guter letzt Solidaritätserfahrungen ermöglichen, tragen wir alle zur Heilung von uns selbst und anderen bei.

Übung:

wäre in diesem Falle so einfach, nämlich oben genannte Faktoren umzusetzen.

 

Besonders aber, gemeinsam mit lieben Menschen Zeit zu verbringen, zu üben um oben genannte vier Wege der Heilung in einem wundervollen Ambiente der Salzburger Berge zu erleben.

MINDFULNESS

BEWUSSTHEITSTRAINING in den Bergen

Wir möchten gemeinsam eine exzellente Zeit schaffen, in einem wunderschönen Ambiente arbeiten und genießen um

achtsam zu werden und zu SEIN.

                                               Moments of exzellent

·       wenn du dich erleben, spüren und erfahren willst

·       im Einklang mit der Natur sein möchtest

·       Berge erfahren und aus deiner Komfortzone herauskommen möchtest                                                                        

·       in Kontakt mit deinem Unterbewusstsein kommen möchtes, aus alten Denkmustern auszusteigen, um neue Perspektiven und Glaubenssätze zu entdecken

·       und gemeinsam mit lieben Menschen eine schöne Zeit verbringen                                                              möchtest    

dann …. sei dabei und setze wichtige Schritte!

 

MINDFULNESS – Bewusstseinstraining

um im Alltag zu bestehen, Persönlichkeit zu entwickeln,

zufriedene liebevolle Beziehungen und

ein erfülltes glücklicheres Leben führen zu können

 

"Probleme kann man nie mit derselben Denkweise lösen,

mit der sie entstanden sind" (Albert Einstein)


 

 

ZEIT: Anreise 11.Juni Beginn 16:00 Uhr – Abreise Sonntag 13. Juni 2021 ca. 14:00 Uhr

Ort: Arthurhaus, Mühlbach am Hochkönig / www.arthurhaus.at

Bitte um selbständige baldige Reservierung unter: Tel. 06467 7202 

Investition: 300,- € (netto) bei Paaren gilt für den Partner 50 % (Unterbringungskosten und Fahrtkosten nicht inkludiert, Fahrgemeinschaften sind möglich)

 

Anrechenbar als Selbsterfahrung für Psychotherapeuten, auch in Ausbildung unter Supervision

für Lebens & Sozialberater (auch in Ausbildung) (entspricht 20 Einheiten)

Anmeldung ab sofort möglich!!!

 

Wir, Ulli Kaufmann und Siegi Schütz, wünschen auf jeden Fall einen guten Rutsch in den wunderschönen Frühling, in dem wir natürlich auch gerne weiterhin mit all unserer Kraft für euch da sind.

 


Februar

 

 

So oft höre ich die Aussage, „Reden allein bringt doch nichts“.

Richtig!

Denn unser Leib besteht aus dem Körper, der Seele und dem Geist. Und dieser befindet sich wiederum in einer Welt,  im Außen, welche innerlich wirkt. Die Depression wird als biopsychosoziale Entwicklung gesehen, die für Betroffene als Einengung von körperlichen, geistigen, emotionalen und sozialen Beweglichkeiten  beschrieben wird.

Dies zum Ausdruck zu bringen ist unter anderemTeil einer guten Psychotherapie. Daher

BRINGEN WIR BEWEGUNG IN DIE THERAPIE

Bereits seit den 60er Jahren wird die Integrative Bewegungstherapie als ganzheitliche Methode kontinuierlich weiterentwickelt.  Bedeutend waren hier die Amsterdamer Laufstudien, bei denen es verschiedene Gruppen psychisch erkrankter Personen gab. Eine dieser Gruppen wurde regelmäßig in den Wald geschickt, um flotte Bewegung zu machen. Der anderen Gruppe wurden nur Psychopharmaka verschrieben. Was glaubt ihr, welcher Gruppe es nach 6 Wochen signifikant besser ging?

Bewegungstherapeutische Interventionen können dazu beitragen, neue Bewegungsspielräume zu erschließen und eine Umstimmung der deprimierten Verfassung zu lindern. Nicht umsonst wird in den Rehabilitationskliniken die Aufmerksamkeit intensiv auf Sport gelegt. 7:00 Morgensport!

Mich könnte man ja jagen, mit dieser Uhrzeit, dennoch geht es um die Erreichung von Aktivierung, Selbstwirksamkeit, gezielter Wahrnehmung und einer wohlwollenden Beziehung zum eigenen Körper. 

Unterstützend finde ich hier das flexible Modell von Herrn Prof. Hilarion Petzold (Petzold 1996),  der „vier Wege der Heilung und Förderung“. Auseinander hervorgehend, überlappend und parallel geht es um

1.       Bewusstseinsarbeit und Sinnfindung

2.       Nachsozialisation und Grundvertrauen

3.       Erlebnisaktivierung und Persönlichkeitsentfaltung

4.       Solidarität, Metaperspektiven und Engagement 

Übung:

Wie immer möchte ich euch eine kleine Übung mitgeben:

Nimm einen schweren Gegenstand, z.B. einen großen Sandsack oder einen großen Stein.

Probiere aus, wie du ihn bequem tragen kannst – mit den Händen, in den Hüften? 

Achte darauf wie beschwerend das wirkt, ob dich die Last beugt oder aufrichtet.

Wie reagiert der Körper? Was möchte er gerne tun, wenn er die Last los wird?

Wie ist es die Last hinzulegen und liegenzulassen?

Möchtest du das Schwere wieder nehmen? Wenn ja, wie kann man weiter damit umgehen? Jemanden zeigen oder verstecken? Jemanden anderen geben? Ein Stück gemeinsam tragen?

Natürlich steht die Last als Symbol für etwas Belastendes aus dem Alltag. Sich auf diesem Weg begleiten zu lassen und anzuvertrauen ist Teil unserer Gespräche, um sie wieder in Worte zu fassen und gleichzeitig Worte der Heilung zu finden und negative Internalisierungen (Glaubenssätze) in positive zu verändern.

Wir, Ulli Kaufmann und Siegi Schütz, freuen uns auf die gemeinsame Arbeit!

 

PS:                                                                                                                                                                                                               Gerne möchte ich hier auf ein besonderes Seminar im Sommer aufmerksam machen. Der Integrativen Bewegungstherapie  entsprechend, möchten wir ein Wochenende in einem wunderschönen Areal verbringen: um zu verbinden, abzuhängen, herauszufordern, auseinandersetzen, Gemeinsamkeit spüren.  Mit leichten Wanderungen, Beobachtungen von Murmeltieren (es gibt sie dort wirklich zum Sehen), einer Sonnenaufgangsmeditation und vielem mehr…seid gespannt.

Anmeldungen ab sofort möglich!

 

Herzlich Willkommen im NEUEN JAHR

 

 


 

In einem Jahr, dem so viele hoffnungsvoll entgegensehnen, mit den vielen verschiedenen Wünschen, Meinungen und Interpretationen der Lage der Welt, möchte ich dich /Sie einladen, im Sinne der Grundprinzipien der INTEGRATIVEN THERAPIE, sich mit Bewusstheitsprozessen auseinanderzusetzen.

In einem Interview mit Rüdiger Dahlke (Arzt und Psychotherapeut) erklärte er, dass alles miteinander zusammenhängt und wir die Psyche und den Körper nicht trennen dürfen. Was meint er damit?

Als menschliches Wesen sind wir alle bestimmten äußeren und inneren Reizen ausgesetzt und ohne Bewusstheit einem stoischen Weltbild mit Fatalismus geprägten Seins, ausgeliefert.

Unsere Biologie mit genetischen Positionen, unser Gedankengut mit den daraus resultierenden Emotionen und Gefühlen sowie unsere Familie und Freunde, deren Meinungen und Stimmungen wir begegnen, beeinflussen unser Bewusstsein und unser Unterbewusstsein in erheblichem Maße.

die komplexe menschliche Wirklichkeit erfordert über die Lebensspanne beständiges Differenzieren, Vernetzen, Verbinden von Vielfalt, damit kreative Entwicklungen zu Neuem möglich werden.“ (Hilarion G. Petzold 1982)

 

Die Aussage einer Klientin in Supervision bringt es sehr schön auf den Punkt, wenn sie sagt: „jedes Mal, wenn ich mich (aufblätter) selber erkenne, habe ich im Alltag damit zu tun, mich zu verändern, weil ich mich neu entdeckt habe“

Also, worauf will ich hinaus? 

Wie oben erwähnt gilt dies immer und immer wieder als EINLADUNG!

Gemeinsame Zeit in der Psychotherapeutischen Praxis zu verbringen könnte daher für das neue Jahr heißen:

·         gewissen Stereotypisierungen entgegenzuwirken

·         konkrete Konzepte zu Alternativen erarbeiten

·         Bewusstheit über Entgrenzungen zu schaffen

·         Handlungsspielräume und Veränderbarkeiten realistisch einzuschätzen

 

Vorsichtiges experimentelle Transgression, würdevolle Betrachtungen historisch-gesellschaftlicher und psychisch gewachsener Situationen sowie die Auseinandersetzung und Verarbeitung von Traumata und deren Auswirkungen, werden auch im kommenden Jahr die Basis unserer gemeinsamen Arbeit sein. 

 

Zum Nachdenken ein paar Zeilen von Gottfried Benn

Nur zwei Dinge 

„Durch so viel Formen geschritten,
                                                                                                                                                            durch Ich und Wir und Du,
                                                                                                                                                             doch alles blieb erlitten
                                                                                                                                                            durch die ewige Frage: wozu?"

 

Das ist eine Kinderfrage. 

dir wurde erst spät bewusst, es gibt nur eines : ertrage

-ob Sinn, ob Sucht, ob Sage-

„dein fernbestimmtes: Du mußt.“  

  

Ob Rosen, ob Schnee, ob Meere,

was alles erblühte, verblich,    

es gibt nur zwei Dinge: die Leere
                                                                                                                                                                  und das gezeichnete Ich.“