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Archiv der Monatstexte

 

Herzlich Willkommen im Juli

 

 


 

Geht es dir/Ihnen auch so? Die Zeit rast so dahin und der Juli kommt so rasch und plötzlich sind wir mitten im Sommer?

Das berühmte Sommerloch oder wieder mal Sommerpause, ob gewünscht oder erzwungen, könnte eine Einladung zum Langsamwerden und Nachdenken sein?

So möchte ich dich/Sie heute einladen, über eine Geschichte nachzudenken:

Auf einer Ausstellung sollte ein Elefant die Attraktion werden. Die Menschen strömten herbei um ihn zu sehen. Da der Elefant jedoch bei Nacht in einem dunklen Raum untergebracht war, konnten ihn die Schaulustigen nicht erkennen. Sie waren neugierig und versuchten, seine Gestalt durch Betasten zu erfassen. Doch jeder konnte nur einen Teil des großen Tieres greifen und es danach beschreiben.

Einer der Besucher, der ein Bein des Elefanten erwischt hatte, erklärte, dass der Elefant wie eine starke Säule ausschaue; ein zweiter, der die Stoßzähne berührte, beschrieb den Elefanten als spitzen Gegenstand; ein dritter, der das Ohr des Tieres ergriff, beschrieb ihn als Fächer; der vierte, der über den Rücken des Elefanten strich, behauptete, dass der Elefant so gerade und flach sei wie eine Liege.          (frei nach Rumi, persischer Dichter)

 

Jeder sieht und spürt richtig, doch sieht nicht jeder alles.

Daher wieder eine kleine Übung zum Mitmachen:

·        Wie wirkt sich mein Verhalten gegenüber meinen Mitmenschen aus, wenn mir bewusst ist, dass ich nicht alles weiß?

·        Wie weit entsprechen die Bedürfnisse unserer Gesellschaft vorgegebenen erzieherischen Ansprüchen und sind sie persönlich für mich passend?

·        Wie weit lässt  meine eigene subjektive Wahrnehmung des Erlebens Spielraum für Andere und deren Bedürfnisse?

 

In der kommenden Sommerpause sind wir leider zeitlich nur bedingt für euch da. Daher gilt besondere Achtsamkeit gegenüber eigenverantwortlicher Selbstfürsoge und  Wertschätzung eigener Bedürfnisse.

Wir, Ulli Kaufman und Siegbert Schütz, wünschen euch eine schöne Sommerzeit, bleibt`s g`sund, achtet`s auf euch und genießt das Leben.

  

Über die Geduld

(von Reiner Maria Rilke)

 

Man muss den Dingen

die eigene, stille

ungestörte Entwicklung lassen,

die tief von innen kommt

und durch nichts gedrängt werden kann,

a l l e s   ist austragen – und

dann gebären…

 

Reifen wie ein Baum,

der seine Säfte nicht drängt

und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,

ohne Angst,

dass dahinter kein Sommer

kommen könnte.

 

Er kommt doch!

 

Aber er kommt nur zu den Geduldigen,

die da sind, als ob die Ewigkeit

vor ihnen läge,

so sorglos, still und weit…

 

Man muss Geduld haben

 

Mit dem Ungelösten im Herzen,

und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,

wie verschlossene Stuben,

und wie Bücher, die in einer fremden Sprache

geschrieben sind.

 

Es handelt sich darum, alles zu leben.

Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich,

ohne es zu merken

eines fremden Tages

in die Antworten hinein..

 

Herzlich Willkommen im Juni

 



Beziehungen und wie sie richtig funktionieren ist immer wieder ein großes Thema in der psychotherapeutischen Praxis und in der Paartherapie.

Daher möchte ich heute ein wenig konkreter darauf eingehen. Als Grundlage hierfür verwende ich das Buch von Hans-Joachim Maaz, ( Psychiater und Psychoanalytiker) „das falsche Leben“, wo er Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft betrachtet.

Als Ergebnis zeichnet er „Beziehungskultur“ in folgenden Qualitäten aus:

Ich kenne mich selbst:                                                                                                                                                                    Ich weiß wer ich bin, was ich will und was ich kann. Ich weiß aber auch, was ich nicht will und nicht kann. Ein solches Wissen ist das Ergebnis reflektierter Selbsterfahrung als eine alltägliche Aufgabe, die die Dynamik von Veränderung, Korrektur und Entwicklung berücksichtigt. Und es heißt genauso auch, ich kenne mich nie vollständig, nie endgültig und bleibe für Neuerfahrungen und Überraschungen offen.

Ich kann „ich“ sagen:                                                                                                                                                                          Ich teile mich mit, ich spreche von mir und mache klare Ansagen wie, „ich bin…, ich weiß…, ich will…, ich bin nicht…, ich weiß nicht…, usw. Das ICH ist der Ausdruck von Freiheit und Eigenständigkeit, ermöglicht Orientierung und Auseinandersetzung für die Beziehung.

Ich will und kann zuhören:                                                                                                                                                     Durch zuhören kann ich annährend erfahren, wie der andere denkt und fühlt, was ihm wichtig ist, was seine Motive, Anliegen und Ziele sind. Ohne ein Gefühl und ein Verständnis für den anderen ist eine Beziehungskultur nicht möglich. Zuhören meint zu hören, was der andere wirklich meint und vor allem wie er es meint. Tür und Tor öffnen sich für Deutungen und Interpretationen oder Projektionen, wenn wir ungenau und unkorrekt hören.

Ich akzeptiere Andersdenkende:                                                                                                                                              Diese durchaus reife Haltung ist gebunden an eine gute Selbsterkenntnis, mit der Akzeptanz der eigenen Schwächen, Fehler und Begrenzungen. Andersdenkende, Andershandelnde und Fremde sind immer nur dann bedrohlich und machen unweigerlich Angst, wenn sie etwas tun, sagen oder verkörpern, was ich bei mir nicht akzeptieren kann oder nicht kenne. Innere Verbote, eigene Tabus, moralische Ansprüche sind Inhalte eines falschen Selbst und die mit Entfremdung und den damit verbundenen Affekten alte „Wunden wieder bluten lassen“. Andersartige sind nicht die Verursacher, sondern nur Auslöser gegen das eigene Fremde, das Fremdgewordene, das mühsam Verborgene und Unterdrückte.

Ich akzeptiere getrenntes Leben:                                                                                                                                       Hierbei geht es um Verschiedenheit und der darin erhaltenen Würde mit Freiheit und Autonomie, die eigene EINMALIGKEIT zu akzeptieren und zu verantworten. Im falschen Selbst bleibe ich abhängig von Bestätigungen und Bewertungen, rackere in Beziehungen oder klammere mich am anderen an. Erwarte, fordere und wünsche mitunter am liebsten, „Verschmelzung“  mit meinem Nächsten. Mit der Akzeptanz der Getrenntheit gewinne ich Respekt für alle „Getrennten“, lerne zu verhandeln, Chancen der Verbundenheit zu genießen und unvermeidbares Für-sich-Sein auch zu betrauern.

Ich kultiviere Gemeinsamkeiten:                                                                                                                                              Der Wert der Individualität wird erlebbar durch einen eigenen Platz in Beziehung und Gemeinschaft. Wenn „Ich“ und „Du“  sich ergänzen, sich wechselseitig anregen und bereichern, Gemeinsames schaffen, was allein nie möglich wäre, dann adelt Beziehungskultur humanitäre Verbundenheit. Das miteinander gestaltete, kreativ belebte, hilfreich unterstütze und gemeinsam erlebte Leben krönt unsere soziale Natur. Wir brauchen den anderen als Zuhörer, Beschützer, Berater, Tröster und Helfer, vorausgesetzt, wir agieren nicht nur aus einem falschen Selbst heraus im falschen Leben. Das Gemeinsame muss freilassen, damit ein wirklicher Gewinn im Selbsterleben und Weltgestalten möglich werden kann.

 


 

  

GEBET einer Beziehungskultur:

Ich bin ich 

Du bist du 

Ich und du sind immer verschieden  

Jeder ist für sein Leben verantwortlich 

Gemeinsam sind wir für unsere Beziehung verantwortlich

Wir genießen Übereinstimmungen und Gemeinsames 

Wir akzeptieren vorwurfsfrei Getrenntes

 

Wie immer anbei eine kleine Übung:

Ich lasse mich vom Gestört-Sein anderer nicht anstecken, sondern:

* ich spiele – dann… nicht mehr mit

* ich gehe aus dem Feld

* oder ich wehre mich aktiv, bei Gefahr    

* und ich engagiere mich für bessere Bedingungen.

 

Ihr Lieben, ich hoffe mit diesen Anregungen euch ein paar Hinweise und Tipps zum besseren Gestalten eurer Beziehungen in die Hand gegeben zu haben.

Natürlich können wir das in der Therapie im „face to face“ Kontakt besser kommunizieren.  

Daher freuen wir uns                                       

Siegert Schütz und Ulli Kaufmann

auf weitere gemeinsame Gespräche und Beziehungskultur!

  

 

Mai 2020

 

"es sind die Gedanken,

               die unserem Leben Struktur geben" (Irvin D. Yalom)


Was denkst du so den ganzen Tag?

Welchen Einfluss haben unsere Gedanken auf unser Leben?

für meine Mama

Warum ist es so wichtig, seine Wahrnehmung auf seine Gedankenwelt zu richten? Weil Gedanken Gefühle erzeugen! Ich bin in meiner Praxis oft erschüttert, wie leicht Menschen sich von ihren Gedanken beeinflussen lassen und vor allem, wie oft sie negativ und destruktiv über sich selber denken. Ein Gedankenkarussell, welches nur schwer zu stoppen scheint.

Dabei kommen wir in der psychotherapeutischen Arbeit auf Gedanken oder auch Internalisierungen, das sind Gedanken die zur Wahrheit werden, wie „ich bin nicht gut genug“ oder „ich bin allein“ oder „ich bin es nicht wert“ usw. Welche Gefühle werden hierbei wohl erzeugt? Das interessante für mich ist dabei, dass mir während dieser Gespräche oft wunderbare Menschen gegenüber sitzen, die viel geleistet haben, die anderen Menschen helfen, die es anderen Menschen Recht machen wollen und wirklich nett und liebenswürdig sind.

Wie kann das sein?    

 „alle Dinge, die dir passieren, sind grundsätzlich neutral. Erst deine Gedanken dazu und wie du die Situation BEWERTEST, lösen Gefühle aus!"

Als Beispiel möchte ich die Kuchenversuchung vorstellen:

Stell dir vor, eine Kollegin bietet dir ein Stück Kuchen an. Du denkst dir: “Oh ja, toll, nett von ihr. Hmmm, lecker!“ D.h., du freust dich und strahlst deine Kollegin glücklich an. Du hast eine positive Einstellung.

Denkst du aber: „Man, ich bin doch auf Diät, warum muss die mir jetzt ausgerechnet Kuchen anbieten?“, fühlst du dich mies und verärgert und hast eine andere Ausstrahlung und deine Kollegin wundert sich vielleicht.

Doch weder der Kuchen, noch deine Kollegin sind an deinen Gefühlen beteiligt   -   nur deine Gedanken!

Hinzu kommt noch die darauf gerichtete Verhaltensweise. D.h., wie verhälst du dich, wenn du dich auf ein Stück Kuchen freust, oder es ablehnst, weil du über dich selber etwas Schlechtes denkst, z.B. zu dick zu sein?

 

Kleine Psychoedukation:

Unser Gehirn bekommt jeden Tag Milliarden von Informationen. Doch die meisten davon brauchen wir gar nicht. Zum Glück filtert unser Gehirn aus allen Sinneswahrnehmungen DIE heraus, die es für wichtig hält.

Das, woran du denkst, bewertet dein Gehirn als wichtig. Dann steuert es deine Wahrnehmung so, dass du plötzlich all das siehst, hörst, riechst und fühlst, was zu deinen Gedanken passt.

Wie stoppt man jetzt dieses Gedankenkarussell, von dem mir so viele Klienten berichten?

Grundlegend ist wichtig zu wissen, Gedanken sind immer da und gehören zu unserem Gehirn, dafür ist es geschaffen, wie es zum Herzen gehört, Blut durch unsere Adern zu pumpen. Das Gehirn will denken. Wenn Gedanken jedoch zu schnell werden, zu schnell wechseln oder zu sehr um negative Themen kreisen, oder vor allem ins Grübeln geraten, über irgendwelche Sorgen oder Probleme, dann kostet das ENERGIE.

Merke dir:

"wenn du nach 10 Minuten keine Lösung gefunden hast,                                                                 werden dir weiter 1000 Minuten auch nicht helfen."    

Daher empfehle ich folgende Schritte:

1.   Entscheide dich bewusst, dich nicht zu ärgern!

2.   Lenke dich NICHT ab sondern beobachte, was gerade passiert.

3.   Versuche Gedanken aus deinem Kopf herauszuholen, indem du z.B aufschreibst was du denkst, malst oder singst. Über die Vergangenheit nachzusinnen, denn du kannst sie ja eh nicht ändern und ebenso auch die Zukunft bringt sich nichts. 80 % der Sorgen, die du dir machst, treten nicht auf.

4.   Folgende Sätze können helfen

-      die Vergangenheit ist vorbei

-      ich bin ganz im Hier und Jetzt

-      was andere über mich denken, ist mir egal

5.   Halte dich fern von WARUM Fragen. Unser Gehirn will auf Fragen eine Antwort wissen. Auf Warum-Fragen, gibt es keine Antworten und wenn doch, führen sie zu keiner Lösung

Daher: Stell dir WAS- und WIE Fragen

Als Geheimwaffe gegen das Gedankenkarusell hilft BEWEGUNG und MEDITATION

Sei es eine einfache Atemmeditation, eine geführte oder eine Dynamische Meditation, wir helfen dir gerne dies zu lernen.

Dazu lade ich immer wieder in den Gruppentherapien ein und in der kommenden Waldgruppentherapie.

Wir wünschen euch noch einen wunderschönen Mai, ein fröhliches Erwachen in ein neues Bewusstsein und vor allem GUTE GEDANKEN

 

April 2020

„in der Sehnsucht liegt die größte Verbundenheit“  (Michael Lehofer)

 

 

und nein, ich möchte nicht über dieses Thema reden, welches gerade auf jeder Plattform und in allen Medien präsent ist.

Ich möchte diesen Bericht nutzen, um über die Liebe zu reden. Nicht aus einem esoterischen Gutdünken heraus oder einer Laune der Zeit, weil die Liebe in der Psychotherapie ja eigentlich keinen Platz hat, sondern aus einem ganz einfachen Grund. Liebe ist das Gegenstück zur Angst.

Am Telefon präsent, sowohl im Kriseninterventionsteam des Landes Steiermark, als auch in eigener Praxis begegne ich Menschen mit Angst, Sorgen, dysfunktionalen Verhaltensweisen wie Gewalt usw.

Daher möchte ich ganz konkret auf Mut und Liebe hinweisen, als wirksamste Waffe gegen Einsamkeit, Sorgen und Rückzug. Als aktive Wahrnehmungsübung um Denken und Handeln wieder in eine gezielt gerichtete primäre Funktion umzugestalten, möchte ich Ihnen ein paar Fragen mitgeben und Sie einladen, sich der Fragen ehrlich zu stellen, sich Zeit dafür zu nehmen, vielleicht sogar in einer meditativen Haltung und in einer langsamen tiefen Atemfrequenz.

Wann habe ich in meinem Leben Liebe gespürt? Und wo genau im Körper habe ich diese Liebe wahrgenommen? 

Was und wen liebe ich und was sagt das über mich aus?

Wie sieht es mit meiner Selbstliebe aus? Geht da doch mehr?

Von wem werde ich geliebt?

Was bin ich bereit zu geben?

Und wofür bin ich richtig dankbar?                                       

Das sind keine leichten Fragen, jedoch können sie helfen, wieder eine etwas andere Perspektive zu bekommen. Eine besondere Challenge wäre es auch, wenn es Menschen gibt, die Sie lieben, es diesen Menschen mitzuteilen und warum Sie sie lieben.

Umarmungen und Kuscheln sind dabei ebenso ganz wichtige Faktoren, weil sie ein Hormon namens Oxytocin freisetzen, welches im Blut das Stresshormon Cortisol reduziert.  Gerade in unserer Zeit besonders wichtig! Es funktioniert auch mit Tieren.

 

Übrigens ist es möglich, auch der Zeit gegenüber sich in eine Art Liebesfrequenz zu begeben. Wenn wir es schaffen, aus einem sogenannten Überlebensmodus herauszukommen um endlich Lebensqualität zu erreichen, ist dies noch einmal zu toppen, wenn wir uns in die Genießer-Frequenz bewusst hineinbewegen. Folgende Frage kann da helfen: „Angenommen, du hättest alles erledigt, müsstest nichts mehr leisten, müsstest nirgendwo hin und hast nichts Wichtiges am Plan, mit was und wem würdest du dir deine Zeit vertreiben?“    

Gerne erzähle ich Ihnen, womit ich mir die Zeit vertreibe:

·        Meditation: ist eines der besten Hilfsmittel um Klarheit und Ruhe zu generieren und um im Augenblick zu bleiben

·        Spazierengehen bzw. Laufen: die Natur ist unser bester Heiler

·        gute Gespräche führen: mit dem Partner, Nachbarn, möglich über Telefon, Videotelefon und darauf achten, dass es noch andere Themen gibt

·         ausgiebig und gesund kochen

·         Bücher zu lesen, die sich schon lange stapeln

·         Beteiligung im KITeam, um zu helfen.

Zum Abschluss noch ein paar Gedanken: 

„Mut ist immer eine Handlung gegen die Angst“

„Freiheit misst sich an der Zahl der Entscheidungen, die ein Mensch treffen kann“

„Nicht was wir erleben, sondern was wir empfinden

 

März 2020

Erleben wird immer erzeugt, erleben steht nie fest

Gunther Schmid

 

„Die Legende von Bagger Vance“


als Beispiel für perfekte Veränderungsarbeit und wie man aus altem Dilemma herauskommt, möchte ich euch heute einen Film vorstellen.

Es geht darum, dass es immer ein „äußeres Feld“ gibt, das sind die Umstände, die Örtlichkeiten, die Zeit, usw. und ein „inneres Feld“. Jene sind unsere Gefühle, Befindlichkeiten, Symptome usw. also was innerlich stattfindet.

Erfolgreiche Menschen können z.B. immer aus dem äußeren Feld das Beste machen was möglich ist. Hier liegt auch die absolute Akzeptanz darin, dass die Umstände so sind, wie sie sind. Beim  UTILISIEREN machen wir uns das positiv nutzbar  was gerade vorhanden ist, egal ob es Situationen,  Erinnerungen, Gefühlen oder Gewohnheiten sind. 

 

Wir können in unserem Leben die Umstände oft nicht ändern. Wir können die Menschen um uns herum nicht ändern.  Aber wir können uns immer Fragen, wie wir diese Situation nutzbar  machen können, was es zu lernen gibt und wie wir am besten für alle Beteiligten uns behalten (im Sinne von bei sich bleiben, oder sich nicht verlieren) und verhalten wollen.

Filmtipp:  „Die Legende von Bagger Vance“

Als Profigolfer und beliebter Partygast kommt Rannulph Junuh  schwer traumatisiert aus dem 1. Weltkrieg zurück. Er verfällt dem Alkohol, dem Glücksspiel und wendet sich von seiner Partnerin ab.

Diese versucht mit einem Golfturnier ihre Existenz zu retten und auch Junuh möchte daran teilnehmen. Sein Problem: er hat seinen authentischen Schwung verloren, mit dessen Hilfe er vor dem Krieg viele Erfolge verzeichnen konnte.

Jetzt kommt Bagger Vance wie von Geisterhand ins Spiel und coacht den vom Krieg mitgenommenen Spieler.

In einer Schlüsselszene des Films fordert Bagger Vance Junuh vor einem Abschlag auf, das Feld zu erkennen.    Er bezieht sich auf den 13. Gesang der Bhaavad Gita, wo Krishna zu Arjuna von dem Feld und dem Kenner des Feldes spricht:

Der irdische Leib und die gesamte Natur werden von Krishna als das Feld bezeichnet. Der Feldkenner ist der Geist, der diesen Leib beseelt. Das Feld verändert sich zu jeder Zeit und nur durch Gleichmut gegen Äußeres und vollkommene Hingebung an ihn, kann das anfangslose, höchste Brahman erreicht werden.

Als kleine Übung möchte ich Ihnen die Fragen mitgeben:

·       die Zeichen, die mein Körper mir schickt und meine psychische Verfassung, sind für welche  anerkannten  BEDÜRFNISSE ein Feedback?

·       könnte ich es schaffen mehr Gleichmut den äußeren Umständen gegenüber zu kreieren?

·       finde ich in dem was ich tue ein „WOFÜR“?

Auf jeden Fall wünschen wir, Ulli Kaufmann und Siegi Schütz, Ihnen einen wunderschönen Frühlingsbeginn, eine gute Zeit und eine hohe Kompetenz Ihre anerkennenswerten Bedürfnisse wertzuschätzen.

   

Herzlich Willkommen im Februar bei INTEGRA

 


 

Jetzt ist dieses Jahr schon einen Monat alt. Wie schaut es aus mit Ihren Vorsätzen und Vorstellungen für die Zukunft? Was haben sie schon umgesetzt oder möchten noch daran setzten zu verändern?

Was pressiert zum Verändern, weil bereits ein gewisser Leidensdruck sie quält und die Stimme in ihrem Inneren spricht „so geht es nicht mehr weiter?“

Ich möchte sie einladen sich an einen Zustand zu erinnern den ich mit dem Ausdruck INTEGRA meine.

INTEGRA ist die Verbindung zwischen Integrität integrieren und integer sein. Integrität beruht auf einem wohldurchdachten ethischen Grundsatz und der Bereitschaft diesen auch unter erschwerten Bedingungen aufrecht zu erhalten. Wir sind ehrlich und stehen zu unseren Werten – mit unseren Worten und Taten. Wir lassen uns von dem was andere sagen zwar berühren, doch wir beugen uns nicht den Stimmen derer.

We walk our talk

 

Integer sein bedeutet „unbescholten“, „unbestechlich“ oder „moralisch sauber“ zu ein. Wir sind in unserem Sein und Wesen unversehrt und frei. Spannend ist die Konsequenz dieses Gedankenmusters, denn damit können sich Kreationen entwickeln die sich einfach gut anfühlen.

Wer eine kleine Übung haben möchte, hier einige Fragen zur Selbstreflektion:

·         Wann habe ich mich das letzte Mal verbogen um einem anderen Menschen zu gefallen?

·         Lebe ich im Einklang mit dem was ich innerlich fühle und dem was ich im Außen tue?

·         Welche konkreten Ergebnisse kann ich in meinem Leben vorweisen?

·         Was heißt es für mich Verantwortung für das zu übernehmen, wenn ich etwas falsch gemacht habe?

Ansonsten, schaut bitte im Programm nach was für euch dabei ist und helfen könnte um integer seine Integrität zu leben.

Wir wünschen euch einen wunderschönen Februar und freuen uns mit euch gemeinsam zu lernen und zu wachsen und sind von Herzen dankbar für das gegenseitige Vertrauen, welches wir immer wieder in der Praxis erleben dürfen.

 

Herzlich Willkommen im Jänner 2020,

einem neuen Jahr in dem einige Veränderungen vor der Türe stehen.                                                           So möchte ich heute in eigener Sache kurz eine Erklärung abgeben. Ab Februar nenne ich mich FREIBERUFLICH und bin schon ganz gespannt und voller Freude, was die Selbständigkeit mit sich bringt.

Auf jeden Fall voller Tatendrang gibt es natürlich neben der Möglichkeit Einzeltermine wahrzunehmen,  einige neue Seminare und Workshops. Unter anderem werden wieder regelmäßig Familienaufstellungen stattfinden, aber auch Dynamische Meditationen und natürlich Gruppentherapien sind im Programm.  Es wird Workshops in Familienangelegenheiten geben, wo wir uns mit unserer Herkunft beschäftigen und den damit verbundenen Schatten und Freudenanteilen und wie wir das Beste daraus machen.                      Besonders freue ich mich aber auf den Part Psychotherapie und Bewegung! Nicht nur, weil Bewegung so unendlich wichtig ist, sondern auch weil ich selber gerne in Wald und Flur bin. In der Natur zu arbeiten ist ein Zuckerl, welches ich mir und Ihnen schenke.

 

Bitte schauen Sie in die Termine und finden Sie das, was Sie weiterbringt.

 

Ein anderes Standbein, auf das ich mich sehr freue wird das Burn is Out-Training sein.

Hierbei unterstütze ich Unternehmen und Firmen, um Obsorge und Psychohygiene für ihre Mitarbeiter und Führungskräfte am Arbeitsplatz zu ermöglichen. Prävention, Für- und Nachsorge, vor allem aber Erkenntnis und Bewusstheit zu schaffen, bezüglich einer bereits vorhandenen Gefahrenstufe, sind Bereiche denen ich mit Freude und Begeisterung begegne.

Jetzt aber wieder zu Ihnen und einer kleinen Übung, wie Sie es schon gewohnt seid:

Den obigen Text von Albert Einstein zu Grunde legend, möchte ich Sie einladen zu überlegen, was steht an echter Veränderung bei Ihnen an?

·       Was wäre der dafür erste, kleine, vielleicht winzige Schritt?

·       Wer oder was kann bei der Umsetzung dabei helfen?

·       Und welches Gefühl soll sich mit der Zeit dann einstellen?

 

Wir, Siegbert Schütz und ich wünschen euch ein glückliches, ja magisches gutes Neues Jahr.

Wir sind begeistert und glücklich mit Ihnen zu arbeiten und den Veränderungen die Sie machen, zu begegnen.

 

„Die wichtigste Erkenntnis meines Lebens ist die, dass wir in einem liebenden Universum leben“  Albert Einstein

 

 

Dezember 2019

Wir wünschen eine schöne Weihnachtszeit,

mit vielen friedlichen Momenten und einer Menge Freude im Herzen.

                                                  

                                                  

                                                    

Dies ist in einer hektischen Welt, in der wir uns zu dieser Jahreszeit in Kaufhäusern, Weihnachtsfeiern und Straßenstaus herumtreiben, nicht selbstverständlich.

Wie dies trotzdem möglich ist, mag sich die Eine oder ndere Fragen. Ich glaube, es ist eine bewusste und ganz klare Entscheidung: für sich, für die innere Ruhe und Einkehr in die Stille.

 

Es gibt unter uns Menschen die ständig glauben etwas leisten zu müssen, für andere da sein zu müssen oder sich und anderen etwas beweisen zu müssen. Sie verstärken über die Zeit ihren Einsatz und fangen an, eigene Bedürfnisse zu vergessen. Wenn dann noch Rückzug und Verhaltensveränderungen dazukommen sind dies gute Voraussetzungen um in eine Depressions - und Burn Out Falle zu geraten.

Wenn Weihnachten das Fest der Liebe ist, dann wäre es doch ein schöner Gedanke sich selber von all dem mal eine Auszeit zu schenken. All das was sie für andere tun, ganz bewusst sich selber zu schenken. Schenken sie sich doch Liebe, Aufmerksamkeit, Frieden, Auszeit und alles was sie sonst noch brauchen.  Wenn nicht sie, wer dann und wenn nicht jetzt, wann dann?

 

Herr Siegbert Schütz und ich, Ulli Kaufmann, verabschieden uns für dieses Jahr mit dem Lied „the Rose“ der für die Erinnerung steht, dass in jedem von uns die tiefe Saat der Liebe und Freude oder wie die Buddhisten sagen: „saint chap ananda“ der Zustand reinster Glückseligkeit im Hier und Jetzt, vorhanden ist.

 
The Rose

Some say love, it is a river
That drowns the tender reed
Some say love, it is a razor
That leaves your soul to bleed

Some say love, it is a hunger,
An endless aching need
I say love, it is a flower,
And you its only seed

It's the heart, afraid of breaking,
That never learns to dance
It's the dream, afraid of waking,
That never takes a chance

It's the one who won't be taken,
Who cannot seem to give
And the soul, afraid of dyin',
That never learns to live

When the night has been too lonely,
And the road has been too long
And you think that love is only
For the lucky and the strong

Just remember in the winter
Far beneath the bitter snows
Lies the seed, that with the sun's love,
In the spring becomes the rose

 

The Rose Songtext Übersetzung

Manche sagen, die Liebe sei ein Fluss
Der das zarte Schilf ertränkt
Manche sagen, die Liebe sei ein Rasiermesser,
Dass die Seele bluten lässt

Manche sagen, die Liebe sei ein Begehren
Ein unaufhörliches schmerzhaftes Verlangen
Ich sage, die Liebe ist eine Blume,
Und du bist ihr einziges Samenkorn

Wenn das Herz Angst hat, gebrochen zu werden
Lernt es nie zu tanzen
Hat der Traum Angst vor dem Erwachen
ergreift er nie die Chance

Nur der, der nicht auch nehmen kann
Kann niemals geben
Und die Seele, die Angst hat zu sterben
Lernt nie leben

Wenn die Nacht zu einsam ist
Und der Weg viel zu lang erscheint
Und du denkst, dass die  Liebe nur
für die Glücklichen und  die Starken ist

 

Dann  erinnere dich, dass im Winter
Tief unter dem bitteren Schnee
Das Samenkorn liegt, das mit der Sonne Liebe
Im Frühling eine Rose wird

 

November 2019

 

November willst du mich erinnern

an Stille und Melancholie?

Mich tragen durch die Gezeiten

So war es noch nie?

November ich trag dich

und nehm dich sinnlos ruhend wahr

in all deinen Gestalten

                    lebendig in mir klar (Ursula Kaufmann )

 


 

Haben sie den Novemberblues?

Wenn alles trostlos und grau wird? Die Straßen nass und nebelig? Die Tage kürzer und dunkler? Die Stimmung trüber?

Dann sind sie damit nicht allein. Je dunkler die Tage, desto trüber ist bei vielen Menschen die Stimmung. Ein Phänomen, welches sich einfach erklären lässt: 10 % der Bevölkerung haben zu dieser Jahreszeit Symptome wie Müdigkeit, Energielosigkeit und oder Konzentrationsschwäche. Die Zirbeldrüse schüttet bei Dunkelheit Melatonin aus, ein Hormon welches schlaffördernd ist. Auch Serotonin, ein Botenstoff der stimmungsaufhellend wirkt, wird aufgrund des Lichtverhältnisses, zu wenig produziert. Wir brauchen Licht und mit kleinen Tricks lässt sich ein Novemberstimmungstief manchmal ganz einfach überlisten.

 

Raus mit ihnen und machen sie

Bewegung in der  freien Natur und atmen sie viel frische Luft! Es fördert die Abwehrkräfte und kurbelt das Immunsystem an. Am besten kombiniert mit Sport. Vielleicht Laufen? Wer Lust hat, kann gerne mit uns Laufen!

Essen

sie Bananen, Nüsse und Schokolade (yeah ) weil diese Sachen die Serotoninproduktion anregen. Genauso wichtig ein ausgewogener Vitamincocktail

Aktivitäten

sind besonders wichtig. Egal ob es der Stadtbummel ist, der Weihnachtsmarkt, das Schwimmbad oder mal ein Museumsbesuch. Freunde oder Nachbarn aktivieren und einen gemeinsamen Spieleabend organisieren. In Konzerte gehen, Wellnesstage einlegen,  Glühweintrinken oder vielleicht fällt ihnen was Besseres ein, aber bleiben sie aktiv.

Wichtig bei all den Tips ist mir persönlich, dass sie selber für gute Laune sorgen. Positive und konstruktive Gedanken sind wichtige Voraussetzungen für unser Empfinden und Handeln.

Übung: fühlen sie sich eingeladen, selber zu überlegen, was sie tun können und was sie brauchen. Sei es bunte Kleidung, Essen, Düfte, Sex oder etwas ganz anderes.

Und … ein Novemberstimmungstief hat nichts mit einer Depression zu tun. Bei ständiger Niedergeschlagenheit, Schlaflosigkeit, Antriebslosigkeit und dergl. brauchen wir mehr.

Wir freuen uns mit ihnen im November gemeinsam zu arbeiten, sei es in der Gruppe oder in den Einzelsettings.

 


Oktober 2019

dem Leben Farbe geben! Treiben sie es bunt!

Wie schön, wenn es um uns herum bunt wird. Der Oktober lädt dazu ein, Farbe zu bekennen.

Im übertragenen Sinne könnte man fragen, wie viel Farbe darf es denn sein im Leben?

Treiben SIE es bunt?

Wenn die Freude und die Lebenslust verloren gegangen sind, könnte man meinen es ist alles grau oder farblos. Wenn Depressionen, Trauer und Lustlosigkeit sich den Raum nehmen, der eigentlich dem Leben und der Vielfalt angehört wird es schwer wieder Farbe überhaupt zu sehen.

Fröhliches Gelb, wütendes Rot, nachdenkliches Blau, erdverbundenes Braun – wir alle kennen diese Assoziationen. Doch das auch die Wissenschaft etwas damit anfangen kann ist interessant. Forscher der Universität Manchester haben nachgewiesen, dass Menschen mit Depressionen die Welt farbloser erleben als Gesunde. Sie sind einfach nicht dazu in der Lage, Farben und Kontraste wahrzunehmen und so kräftig zu sehen, wie andere.

Der Herbst lädt jetzt dazu ein, nach draußen zu gehen. Farben wieder bewusst wahrzunehmen und sich den letzten warmen Sonnenstrahlen auszusetzen.

Ich möchte sie an dieser Stelle dazu einladen, bewusster etwas bunter zu werden.

Was auch immer das für sie persönlich heißt weiß ich nicht, aber vielleicht ist es ihre Kleidung, oder ihre Aktivitäten? Auch Sprache kann bunt sein, bzw. wieder werden. Es ist Bewusstwerdung.

Also, viel Spaß beim Bunter werden.


September 2019

„Es ist ein Grund zur Freude, wenn man sich selbst erkennt,                                                                                                     denn nur dann kann man sich ändern.Solange man sich nicht ändern kann, bleibt alles beim Alten“   (Ayya Khema)

Einladung zum Glücklich Sein

Was für eine Idee? Bei so vielen Kämpfen, bei so viel Schwere und Sorgen die das Leben mitbringt? Bei Dingen und Menschen, die einfach nicht so sind, wie sie sein sollten? Bei so viel Sorge um andere Menschen, um die man sich kümmern muss, die Erwartungen an einen haben. Bei so viel Leistung die man bringen muss oder sollte? Bei so viel Perfektionismus und der Suche nach Anerkennung und Liebe?

„Da es sehr förderlich für meine Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein“

Bei den obigen Fragen ist ihnen sicher aufgefallen, wie oft die Wörter „muss“ und „sollte“ vorkommen. Worte haben Macht und Energie über uns. Ich möchte ihnen ein kleines Beispiel aus der letzten Achtsamkeitsgruppe berichten:

Die Teilnehmer einer Achtsamkeitsgruppe erhielten die Selbsterfahrungsaufgabe, in der kommenden Woche auf ihre Wortwahl und ihre inneren Dialoge zu achten. Man würde meinen, keine allzu schwierige Aufgabe, nicht wahr? Eine Teilnehmerin berichtet nach 7 Tagen von einer wunderbaren, noch nie vorher dagewesenen Erkenntnis. Ihr war aufgefallen, wie häufig sie sich selbst unter Druck setzte, indem sie die Worte „ich muss…“ wählte. Sie überlegte, wie sie diese für sie vollkommene neue Einsicht wertschätzend für sich verwenden konnte. Die Erkenntnis war, ihre Wortwahl zu verändern. Sie ersetzte das Stress und Druck auslösende Wort durch:

„ich kann“ oder „ich möchte“ oder „ich will“ oder „ich entscheide"                                                          und stellte fest, welch großer Unterschied der Austausch dieses einen Wortes für sie darstellte. Es veränderte ihre Sicht auf die Dinge. Dieser wohlmeinende Umgang mit sich erlaubte es ihr, auch die kleinen Momente des Glücks wahrzunehmen und Entspannung im Alltag zu erfahren. Sie lernte, im Hier und Jetzt zu bleiben und sich nicht kontinuierlich gegen potentielle Angriffe prophylaktisch vorzubereiten, sondern die Einzigartigkeit jeden Augenblicks wahrzunehmen und auszukosten.

Hierzu möchte ich ihnen eine kleine Übung mitgeben, setzen oder legen sie sich hin:

 *  Atmen sie langsam und tief ein, halten sie dann die Luft an und wenn es leicht unangenehm wird, atmen sie langsam aus.

* Heißen sie ihre Gedanken willkommen, wie einen alten lieben Freund oder Freundin. 

    Nehmen sie ihre Gedanken, Emotionen, Körperreaktionen und Geräusche wahr. Markieren sie sie kurz mit einem dazu passenden Wort und konzentrieren sie sich erneut auf ihre Atmung im Hier und Jetzt.

Der Dalai Lama sagt: „Ich denke, dass der Sinn des Lebens darin besteht, glücklich zu sein“

Sie entscheiden sich heute für das Glück – mit einem Satz, der zu ihnen passt.

Viel Freude dabei und einen wunderschönen glücklichen September

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August 2019

 "Achte auf Deine Gesinnung, denn sie wird zu Gedanken.
  Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Worten.
  Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Handlungen.
  Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten.
  Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter
  Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.
  Achte auf Dein Schicksal, denn es bestimmt Dein Leben.
  Achte auf Dein Leben, denn es bestimmt Deine Gesellschaft.“
 
Nach einem Sprichwort aus China

  Jedes Lebewesen reagiert nur auf jene äußeren Einwirkungen                                            

  für die es in seinem Inneren eine entsprechende Resonanzfähigkeit besitzt.                      

  Mit unseren Gedanken, Worten und Taten erfinden wir unsere Welt.

  So lange du wählst zu glauben, dass irgendetwas mit dir nicht stimmt,

  wird irgendetwas mit dir nicht stimmen.

  Übung:

  Welche Emotionen unterdrückst du manchmal?

      Welche Emotionen überrollen dich manchmal?

      Mit welchen Gefühlen möchtest du Frieden schließen?

       Unser Team wünscht Ihnen noch einen schönen Sommer!

 

                                           

  Schöne Tage und laue Nächte, mit viel Lachen, netten Menschen und gutem Essen.

  Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im September,

  entweder in den Einzelgesprächen oder in der Gruppe.

 

Juli 2019

Wie SELBSTLOS ist das denn? Ein heißes Thema für den Juli?

Etwas für andere zu tun, kann sich durchaus positiv auf unser emotionales Konto auswirken.

Dankbarkeit von denen zu bekommen, denen man geholfen hat, oder einen Dienst erwiesen hat kann ein Gefühl von Zufriedenheit und Glück hervorrufen.

Auch vor dem Inneren Kritiker, oder dem Über-Ich kann man positiv dastehen, wenn man etwas für andere tut. Erfährt man dann von der Gemeinschaft Anerkennung und Lob, hat sich der Aufwand gelohnt. Die meisten Menschen sind bestrebt, anerkannt oder geliebt zu werden. Gelingt und das, buchen wir ein dickes Plus auf unser emotionales Konto.

Leider kann dies ebenso zu einem Minusgeschäft werden. Wenn wir viel, oder zu viel für andere Menschen tun und unsere eigenen Interessen vernachlässigen, machen wir die Erfahrung nicht wertgeschätzt zu werden. Wer sich als Dienstmagd anbietet, wird auch als Dienstmagd wahrgenommen und so behandelt.

Die Vorstellung einen Partner halten zu können, indem man ihm jeden Wunsch von seinen Augen abliest, mag in Liebesromanen funktionieren, in der Realität wird man dann scheitern. Derjenige, der sich als Erwartungserfüller für die Wünsche der anderen präsentiert, wird nicht als gleichrangig wahrgenommen.

                     Indem man dem anderen dient, disqualifiziert man sich als Partner

 

Ein Beispiel aus der Praxis:

Eine Krankenschwester wohnte mit ihrem Freund zusammen, der Medizin studierte. Da er knapp bei Kasse war, zahlte sie die Miete und finanzierte die gemeinsamen Urlaube, ohne dass eine Vereinbarung bestand, wie er ihre finanziellen Vorleistungen ausgleichen könne. Zudem führte sie den Haushalt und bekochte ihn. Als er sein Studium beendet hatte und selbst verdiente, trennte er sich von ihr.

Wer übermäßig viel für den anderen tut, zeigt damit, dass er sich selbst nicht wertvoll genug findet, um den anderen allein durch seine persönliche Attraktivität in der Beziehung zu halten. Er glaubt, er müsse zusätzliche Leistungen erbringen. Die soziale Umgebung interpretiert dies als unterwürfiges Verhalten und wertet die unterwürfige Person ab.

Übung:

Suche dir einen ruhigen Ort und versuche zur Ruhe zu kommen. Langsame Ein- und Ausatemübungen können zusätzlich helfen.

Dann frage dich:

·         Sind meine Beziehungen im Ausgleich?

·         Wer müsste mir etwas zurückgeben?

·         Was wäre möglich, wenn ich für andere nichts tun muss um Anerkennung und Lob zu bekommen?

·         Wie viel Wertschätzung kann ich mir selber geben?

Das Team INTEGRA verabschiedet sich in die Sommerpause und wünscht lange Nächte mit Gesprächen mit Freunden, Bewusstseinserweiterungen, (auch ohne Drogen), viel Badespaß und großes Eis. Flipflops, Leichtigkeit und angenehme Temperaturen.

 

Juni 2019

 

Heute möchte ich euch von einem Prozess aus meiner Praxis berichten. Wobei es sich nicht um einen einzelnen Klienten handelt, sondern von einer Internalisierung, die mir in der Praxis sehr oft begegnet, also von uns Menschen ganz allgemein.

Eine Internalisierung ist ein Glaubenssatz, eine innere Überzeugung, die oft unbewusst in einem schlummert. D.h. wir wissen oft gar nicht, dass wir so denken, handeln aber aus diesem Glaubenssatz heraus. Interessant wird es, wenn wir Menschen Erfahrungen machen, die uns unangenehm sind, die wir nicht wollen oder  Gefühle die nicht erwünscht sind.

Zum Beispiel jemand fühlt sich abgelehnt, hat Ängste nicht dazuzugehören oder fühlt sich zurückgewiesen. Übrigens eine der häufigsten Ängste von uns Menschen. „Was denkt die Person von mir?“, „Was wird mein Chef sagen, wenn ich ihm sage, dass ich keine Überstunden machen will?“, „Was denkt die Verkäuferin von mir, wenn ich nach diesem Artikel frage?“ usw.

Die Annahme, andere denken etwas Schlechtes über mich fühlt sich unangenehm und manchmal nicht ertragbar an.

Zugehörigkeit ist ein so wichtiger Wert! Die Angst, nicht dazuzugehören löst in unserem Gehirn im archaischen Stamm eine Art von Todesangst aus, da es tatsächlich in uralter Zeit so war, dass, wenn wir aus einer Sippe ausgeschlossen wurden, wir mit dem Tod zu rechnen hatten. Da gab es kein Feuer, keine Wärme, sondern eher den Säbelzahntiger, der wartete um uns zu fressen.                                         Hinzu können ablehnende Erfahrungen aus dem Leben kommen. Als Kinder waren wir von unseren Eltern abhängig. Kam von dieser Seite etwas bedrohliches, strafendes, etwas von der Botschaft, so wie du bist, bist du nicht in Ordnung, dann ist in uns zusätzlich ein negatives Programm  entstanden.

Die Angst vor Ablehnung löst also in unserem Gehirn alte Reize aus, die sehr existenziell, sogar bedrohlich sein können und einer Todesangst ähnlich sein können. Dies löst wiederum Verhaltensweisen aus, die je nach Persönlichkeit sehr unterschiedlich sein können. Von Aggression, devoten levitaren (unterwürfig, demütig, tadelnd) Verhaltensmustern, über Rückzugstendenzen und Narzissmus kann das Spektrum groß sein. Sind wir ängstlich und gehemmt, beschimpfen wir uns selber oder andere, werden überempfindlich, legen alles auf die Waagschale und fragen uns permanent, was andere mit ihren Äußerungen gemeint haben könnten.

 

Bildergebnis für Trauma Spuren im Gesicht

 


 

Es gilt, die Folgen der Folgen zu bedenken:

Wir sind im Beisein anderer ständig nervös, angespannt und besorgt?

 

Wie wirken wir auf andere?

Für andere wirken wir unbeholfen, langweilig, desinteressiert, distanziert, arrogant, unterkühlt, misstrauisch, ja sogar feindselig und unsympathisch.

Je mehr wir uns zurückziehen, glauben uns schützen zu müssen, umso mehr werden wir übergangen und umso mehr fühlen wir uns bestätigt, dass unsere Sicht von uns stimmt, nämlich, dass wir nicht in Ordnung sind.

Die Angst entlarvt zu werden, als der erkannt zu werden, für den wir uns selbst halten, enttäuscht zu werden, die Leugnung eigener Bedürfnisse, usw. führt zu einem Teufelskreis aus Angst, Ablehnung, Selbstzweifel und Hemmung.

Was tun?

Es gibt viele Strategien und Techniken um seinen Selbstwert zu stärken und wieder aufzubauen.

Einige der für mich hilfreichsten Strategien davon sind:                                                                                                                                                                                                                                                                                 1.  Den eigenen Gedanken nicht immer zu glauben „könnte es sein, dass das was ich denke nicht der Wirklichkeit entspricht?“

     2. Gute Visionen zu haben von sich: „Wie möchte ich sein? Wie möchte ich aussehen? Wie möchte ich mich verhalten? Wie stehe und gehe ich, wenn ich ganz in meiner Kraft und Mitte bin? Wo bin ich gerne? Was höre ich gerne und welche Sätze geben mit Kraft und Energie? Wer bin ich wirklich?“ 

     3. Die Arbeit mit neuen Glaubenssätzen und Affirmationen „Ich bin…“

4. Bewegung und gesunde Ernährung

5. In Therapie gehen um sich zu heilen, Altes loszulassen und neue positive Zukunftsperspektiven zu     erarbeiten.

 

Mai 2019

 

             

 

So schön das Lied klingt und uns „nur“ zum Spazieren gehen einlädt, möchten wir euch einladen mehr zu tun als nur spazieren zu gehen.

Der Mensch ist ein „Bewegungstier“, er braucht die Bewegung um körperlich, aber auch psychisch gesund zu bleiben, bzw. zu werden, und das bis ins hohe Alter.

Regelmäßige Bewegung in der freien Natur gibt uns fast alles was wir brauchen. Vitamin D, Serotonin, Adrenalin, Noradrenalin, usw. steigern unsere Glückshormone, Stress verflüchtigt sich, das Gemüt wird angehoben und und und… . Die Liste der allmöglichen positiven Faktoren wäre zu lange um sie hier aufzuzählen.

Allein das Glücksgefühl nach einem tollen Lauf, einer Bergwanderung oder sei es nur nach einer Krankheit wieder mal um den Block zu gehen, sollte uns anregen, mutig und mit Schwung in den Mai hinein, in Bewegung zu kommen.

Egal wie, fühl dich eingeladen zu tanzen, zu lachen, zu laufen und zu springen, zu radeln, zu klettern, schwimmen, walken, paddeln oder was ganz anderes…

Dabei heißt die Zauberformel für das Glück  T U N

 

                                                         

                                                               

 

Wenn du dafür Unterstützung brauchst um wieder in Bewegung zu kommen, oder deine Neurotransmitter in Bewegung bringen willst, dann sind wir nach wie vor gerne für dich da.

 

April 2019

April April, der weiß nicht was er will

"Ein Mangel an Willenskraft erzeugt eine Sucht nach vorgegebenen Richtlinien." (Autor unbekannt)

Oft höre ich in meiner Praxis die Aussage, „wenn ich nur wüsste was ich will, aber ich weiß es nicht“ und wenn ich dann nachfrage, was das denn sein könnte kommen sogenannte „bigjunks“ wie „ich will glücklich sein“ oder „ich will gesund sein“ oder „ich will schmerzfrei sein“ usw.

Mir kommt es so vor, als haben wir unsere Träume vergessen, unsere Ziele verloren weil irgendwann irgendwer mal gesagt hat, das ginge nicht, wir sollen doch realistisch sein und nicht so weltfremd usw. Oder noch krasser, wenn Eltern uns demütigen und Sätze fallen wie „von dir kommt doch gar nichts Gescheites“ oder „wie blöd bist denn du“. Dann zieht sich in unserem Innersten etwas zurück, verliert den Mut und die Entscheidungskraft. Je massiver diese Erfahrungen sind oder waren, können daraus unter anderem Depressionen oder Burn Out entstehen.

Vielleicht können dir die folgenden Fragen helfen, in deiner Entscheidungskraft wieder etwas klarer zu werden.

·         Wenn ich jetzt klar wüsste, was ich wirklich will dann…

·         Wenn ich jetzt klar wüsste, was mir gut tut, dann….

·         Wenn ich jetzt klar wüsste, was der nächste wichtige Schritt für mich ist, dann….

Wenn wir vor Entscheidungen in unserem Leben stehen, das können auch ganz kleine sein, dann möchte ich dir noch eine Übung mitgeben.

Stell dich vor den Spiegel

Und mach dir klar

Dass das was du siehst

Vergänglich ist

Das Universum wird einmal blinzeln

Und das was du gerade siehst

Wird den Würmern zur Nahrung dienen!

Willst du durchgekommen sein? Oder gelebt haben?

 

 

März 2019

"Wenn du dich verirrt hast, folge der Freude und du findest zurück auf deinen Pfad."

Manchmal kann es passieren, dass wir unser Ziel aus den Augen verloren haben. Die Umstände des Lebens lassen uns nicht immer achtsam sein.

Zuviel an Arbeit, zu viel Leistungsdruck, zu viel eigene Annahmen eines inneren „du musst“ oder „du solltest“, lassen uns maschinell und funktionell werden.

Ziele verändern sich im Laufe eines Lebens. Wir werden älter, wir haben vielleicht das ein oder andere schon erreicht, oder Erfahrungen gesammelt auf bestimmten Gebieten.

Woran erkennen wir, dass sich die Fährten unsers Lebens verändern?

Manchmal sind es bestimmte Ereignisse, die uns aufhorchen lassen, die unsere Wertigkeiten verändern.  Ein Patient erzählte mir, er habe nach einem schweren Verkehrsunfall, einem  drei monatigen Aufenthalt auf der Intensivstation komplett seine Werte verändert. Dinge die früher einmal wichtig waren, oder wenigstens normal, haben heute keine Bedeutung mehr oder nerven ungemein.

Oder es  sind Stimmungen, die uns zeigen, dass es Zeit wird einen neuen Weg einzuschlagen. Lustlosigkeit und Antriebslosigkeit sind nicht immer nur ein Zeichen der Depression, sondern können auch Hinweise sein, dem falschen Pfad zu folgen.

Wovon bist du so sehr überzeugt, dass du es schon lange nicht mehr in Frage gestellt hast?“

Wie oft sagst du, „das ist halt so!“

Überprüfe dein äußeres Leben und frage dich wie demnach die  inneren Überzeugungen lauten könnten?

Oftmals hilft es auch, den Eltern im Stillen zu lauschen, um unbewusste Überzeugungen zu finden.

Ziele und Einstellungen zu verändern, wie geht das?

   

1.    Erkennen, Bewusstwerdung

.
der momentanen Situation,
der bisherigen Verhaltensmuster,
Blockaden
behinderte Überzeugungen und Glaubenssätze
.

2.    Annehmen

.
was ist, verändert Gefühle des Kampfes und Ausgeliefertseins
Übernahme der Verantwortung der eigenen Kreation
.

3.    Vision

.
in unserem Innersten
lösen Altes auf und
verändern Realitäten, lässt
neue Kreationen des
Erlebens schaffen
.

4.    Handeln

.
mit neuen Fähigkeiten im Alltag
Umsetzung des Neuen
.

 

 

 

Wir sind keine Zielerfüllenden Maschinen, wir sind Seelen.

Und das, was sich in dir nach tiefster Erfüllung sehnt, ist gleichzeitig auch die Instanz, die die Veränderung schaffen kann.

Habt einen schönen März und ein schönen Frühlingserwachen

Wir freuen uns mit euch zu Arbeiten!

 

Februar 2019

Herzlich Willkommen im Februar,

„Wenn du denkst, was du immer gedacht hast, wirst du erfahren,was du immer erfahren hast!  Wenn du etwas anderes willst denke anders!“ (Ulli Kaufmann)


Eine kleine Umwandlung von Richard Bendlers Spruch „Wenn du tust was du immer getan hast…!

In der therapeutischen Praxis beschäftigen wir uns immer zentral mit dem Umgang und der

Förderung von Bewusstheitsprozessen.

Ein Prozess dabei ist die geistige Reife zu entwickeln und die eigenen Gedanken zu verändern.

Immer wieder frage ich meine Patienten, wenn sie mir über bestimmte negative Situationen oder Ereignisse in ihrem Leben erzählen, was sie  in diesen Momenten über sich gedacht haben.

Die große Unbewusstheit der eigenen Gedanken überrascht mich tatsächlich immer wieder. Nach genauerem Nachfragen, Hypothesen, (z. B. was könnten sie denn gedacht haben?) kommen wir zu der Erkenntnis, dass es sich um destruktive,  negative und ängstliche Gedankengänge handelt die abwertend und kleinmachend, sich schwächend dem eigenen Selbstwert gegenüberstehen.

Der dabei im Gehirn entstehende Cocktail aus Hormonen, Neurotransmittern, usw., die damit verbundene Körpersprache, z.B. leicht gebückte Haltung oder Rücknahme führt zu weiteren negativen Erwartungen und Konditionierungen.

Überzeugungen und Wahrnehmungen bzw. Vorstellungen sind unterbewusste Seinszustände. Sie beruhen auf Gedanken und Gefühlen, die immer wieder gedacht oder gefühlt werden.

Die Epigenetik lehrt uns: Eine Bewusstseinsveränderung beim Menschen kann zu strukturellen und funktionellen Veränderungen im Körper führen.

Was heißt das? Wir können unser Schicksal ändern! 

 

Neue Gedanken ändern dein Leben!

Sich zu ändern heißt: Größer zu denken als wir fühlen!

Hierbei einen Heilungs- oder Veränderungsprozess zu generieren, Bewusstheit, Selbstregulation und die Erarbeitung positiver Zukunftsperspektiven zu schaffen ist Teil von Psychotherapie.

Für den Februar möchte ich sie einladen gut mit sich selber zu sprechen und sich Sätze einzureden, ja sie lesen richtig, die 1. positiv formuliert sind, 2. in der Gegenwart handeln, und 3. von Dankbarkeit beseelt sind

Beispiele:

"Ich bin dankbar, gesund zu sein."

"Mein Leben ist reich und voller Freude."

"In Beziehung zu meinen Mitmenschen erlebe ich Liebe und Geborgenheit."


Wenn sie dann anfangen, dies auch noch zu fühlen, gratulieren wir herzlich. Finden sie ihre Sätze! Viel Freude bei der Umsetzung.

Literaturangabe: „du bist das Placebo“ von Dr. Joe Dispenca

 

 

Januar 2019

Herzlich Willkommen im Jänner

Schlafen sie gut?

Die gute Nachricht, wenn sie zwei bis dreimal pro Nacht aufwachen, handelt es sich nicht um eine Schlafstörung. Mit steigendem Lebensalter verändern sich unser Schlafrhythmus und die Fähigkeit durchzuschlafen.

Jedoch ein Leistungsknick, Konzentrationsstörungen, erhöhte Fehleranfälligkeit und Tagesschläfrigkeit sind aussagekräftige Hinweise dafür, dass der Schlaf nicht erholsam ist.

Rund 25 % der Menschen weltweit leiden unter gelegentlichen Schlafstörungen. Die Ursachen sind äußerst vielseitig.

Die aktuelle Version der International Classification of Sleep Disorders (ICSD-3) unterscheidet 97 Schlaf-Wach-Störungen, im ICD-10 (International Classification of Disorders)  sind es immerhin 18.

„Die Schwere einer Schlafstörung definiert sich über die Tagesbefindlichkeit“ betont Priv.Doz. Michael Saletu, Leiter des Bereiches Schlafmedizin am LKH Graz Süd-West, Standort Süd.

Was tun? Bzw. was nicht tun?

Nachstehend einige Tipps und Anregungen um die Schlafqualität zu verbessern, bzw. wieder zu einem Schlaf zu finden, der erholsam und wohltuend ist.

Die empfohlenen Klänge sind individuell ausprobierbar und können dazu beitragen besser zu schlafen.

* Tibetische Trommelmeditation - Theta- Gehirnwellen -Musik       

* Air; Bach BWV1068

* Ariosa; Bach- Kantate BWV 156

* Adagio g-Moll; Albinoni/Giazotti   

                                                                                                 

Hilfe bei Schlafstörungen

Akzeptiere, dass dein Körper nicht zur Ruhe kommt.
Mit deiner Angst, wieder nicht schlafen zu können, und mit Gedanken an Konflikte und Probleme hältst du ihn möglicherweise wach.

Auch Forderungen, dass du heute unbedingt schlafen musst, weil morgen ein wichtiger Termin ist, sind nicht gerade schlaffördernd, im Gegenteil, sie tragen erst recht zu deinen Schlafstörungen bei.

Sage dir stattdessen: "Ich habe Vertrauen in dich, mein Körper. Du wirst dir den nötigen Schlaf schon holen".

Bringe deine Grübelgedanken zu Papier.
Wenn grüblerische Gedanken und Sorgen dich am Einschlafen hindern, dann lege dir neben dein Bett einen Notizzettel, auf den du all deine Sorgen und störenden Gedanken schreibst.

Wenn sie dann erneut auftauchen, unterbrich sie mit den Worten: "Jetzt ist nicht eure Zeit. Morgen werde ich mich um euch kümmern". Informationen zum Grübeln werden in den nächsten Informationen der monatlichen News dabei sein.
Suche dir in der Phantasie einen sicheren Ort.
Male dir vor dem Einschlafen in der Phantasie aus, dass du dich an einem Ort befindest, an dem du dich sehr wohl und geborgen fühlst. Versuche dir dieses Bild ganz lebendig vor Augen zu führen und in dir zu spüren wie gut es dir dort geht.

Befreie dich von deinen Sorgen.
Stell dir vor, du schreibst all deine Sorgen in ein dickes Buch, das du in eine große Kiste packst, die du verschließt und erst morgen früh wieder öffnest.

Oder aber stell dir vor, du stehst unter einem Wasserfall, das erfrischende klare Wasser spült all deine negativen Gedanken hinweg und die wärmenden Sonnenstrahlen trocknen deine Haut. Du fühlst dich befreit und kannst zufrieden einschlafen.

Konzentriere dich auf deinen Atem.
Atme bis tief hinunter in den Bauchraum. Dann lassen den Atem langsam wieder ausströmen. Dann halte den Atem an und zähle von 1001 bis 1006 (eintausendundeins ... eintausendundsechs), dann atme wieder ein, aus und halte den Atem wieder an, während du zählst.

Mache das einige Minuten lang, bis du ruhiger bist.

Akzeptiere, wenn du in der Nacht aufwachst
Mache dich dann nicht verrückt mit den Gedanken wie etwa, dass du deinen Schlaf doch brauchst. Sage dir stattdessen: "Körper, ich vertraue dir. Du wirst dir den Schlaf holen, den du brauchst". Konzentriere dich auf etwas Schönes oder mache eine Entspannungsübung.

Unterbreche deine Grübelgedanken
Wenn dich Sorgen plagen und am Schlafen hindern, dann nutze den Gedankenstopp. Sage dir innerlich "Stopp, jetzt ist nicht eure Zeit. Morgen werde ich mich mit euch befassen".

Schalte dann in Gedanken auf etwas Schönes um, etwa indem du an schöne Urlaubserlebnisse oder Ähnliches denkst.

Erinnere dich an schöne Erlebnisse.
Rufe dir im Bett die Ereignisse des Tages ins Bewusstsein, die schön für dich waren, und bedanke dich dafür. Dies müssen keine Welt bewegenden Erlebnisse sein sondern z.B. ein nettes Gespräch, ein Lächeln vom Nachbarn, der liebevolle Anruf der Freundin, usw.

Reduziere deine Erwartungen.
Erinnere dich daran, dass dein Körper nach 3 Stunden bereits den für ihn wichtigsten Schlaf gehabt hat. Wenn du morgens recht früh aufwachst oder nur 4 bis 6 Stunden geschlafen hast, dann besteht kein Grund zur Besorgnis - auch wenn du dich morgens noch müde und schlapp fühlst.

Statt dich im Bett hin- und herzuwälzen, tu etwas.
Wenn du länger als eine halbe Stunde wach liegst, dann stehe auf. Lies etwas Langweiliges das dich beruhigt. Gehe erst wieder ins Bett, wenn du richtig müde bist.

Bewege dich.
Bewegung reduziert psychischen Stress und führt zu körperlicher Müdigkeit. Wenn du dich regelmäßig bewegst, fördert dies deinen Schlaf. Auch Sex oder Selbstbefriedigung können sehr wirksame Einschlafmittel sein.

Wenn du an den Ursachen deiner Schlafstörungen ansetzen möchtest:

Hinter deiner Schlafstörung können sich seelische wie körperliche Ursachen verbergen. Zunächst musst du also herausfinden, weshalb du nicht schlafen kannst.

Z.B. können aufputschende Getränke wie Cola, Tee oder Kaffee oder Nikotin dein Einschlafen erschweren, daher nach dem Mittagessen, keine koffeinhaltigen Getränke mehr. Dein Zimmer könnte zu heiß, zu laut, deine Matratze zu hart sein.

Du könntest Atemaussetzer im Schlaf haben, ruhelose Beine oder Zähneknirschen, welche deinen Schlafrhythmus beeinträchtigen.

Vielleicht befindest du dich in einer seelischen Krise, aus der du keinen Ausweg weist und machst dir Sorgen.

Vielleicht hast du unbewältigte seelische oder berufliche Probleme, Stress und belastende Ereignisse, die du mit ins Bett nimmst.

Vielleicht hast du einfach nur falsche Vorstellungen, wie gesundes und gestörtes Schlafverhalten aussehen.

Wenn deine Schlafstörungen länger als 4 Wochen andauern und du dich dadurch deutlich seelisch und körperlich beeinträchtigt fühlst, solltest du deinen Hausarzt bzw. einen Psychotherapeuten konsultieren.

Noch ein Wort zu Medikamenten: Schlafmittel solltest du nur im äußersten Fall nehmen und nur für sehr kurze (!) Zeit. Schlaftabletten richten nämlich mehr Schaden an, als dass sie nutzen.

Zu guter Letzt:

Regeln für einen gesunden Schlaf:

1.    Nach dem Mittagessen keine koffeinhaltigen Getränke (Kaffee, Schwarz- oder grüner Tee, Cola usw.)

2.    Alkohol weitgehend vermeiden und keinesfalls als Schlafmittel einsetzen (die Dosis macht das Gift)

3.    Keine schweren Malzeiten am Abend

4.    Regelmäßige körperliche Bewegung

5.    Allmähliche Verringerung geistiger und körperlicher Anstrengung vor dem Zubettgehen

6.    Ein persönliches Einschlafritual einführen

7.    Im Schlafzimmer für eine angenehme Atmosphäre sorgen (ruhig, verdunkelt usw.)

8.     In der Nacht nicht auf den Wecker oder die Armbanduhr schauen

 Literaturangabe: Österreichische Ärztezeitung vom 15. Juli 2018

 Bei Fragen und Problemen sind wir gerne für sie da!