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Archiv der Monatstexte 2021

März

 

dem Monat, in dem der Frühling beginnt, es wieder wärmer wird und es hoffentlich auch in den Herzen der Menschen ein Frühlingserwachen gibt.

Heute möchte ich gerne über HEILUNG sprechen, bzw. wie Heilung entsteht. Wer braucht sie nicht?

Wer möchte nicht gerne heil und ganz sein? Das Streben danach ist derzeit ein Massenthema und Sätze wie „bleib gsund“ als Abschiedsfloskel oder tägliche Krankheitsstatistiken in den Medien zeigen das brisante Thema von allen Seiten.

KRANKHEIT und Tod gehören jedoch zur menschlichen Existenz, die als solche immer Brüchigkeit hat, mit dem Problem, dass wir damit nicht bewusst umgehen können. Subjektive Dimensionen des Leidens und der Nichtakzeptanz führen zu einem Übel und fordern von uns Selber als auch von unseren Mitmenschen, Atmosphären der Gedrücktheit, der Angst und der Furcht.

 

Die vier Wege der Heilung

möchte ich daher auf dieser Plattform kurz beleuchten

1. Bewusstseinsarbeit

je bewusster wir unseren Verhaltensformen, Gedanken und Gefühlen gegenüber sind, um so einfacher können wir sie auflösen und den Sinn im Leben wieder herstellen

2. Emotionale Differenzierungsarbeit, Nachsozialisation

In dem eine neue emotionale Erfahrung von Fürsorge und Schutz gemacht werden darf, können schädigende Strukturen verändert werden

3. Kreative Erlebnisentdeckung

Durch die Entwicklung und Förderung persönlicher und gemeinschaftlicher Ressourcen in einer erlebnis- und übungszentrierten Weise, können neue Ressourcen und alternative Erfahrungen gesammelt werden

4. Alltagspraktische Hilfen

heißt auf einfachste Art hilfreich im Alltag zu wirken mit sozialen Komponenten wie Solidarität und Zugehörigkeit

Einfach gesagt, wenn wie einander versuchen zu verstehen, emotional annehmen und stützen, Lebenshilfe gewährleisten, Sinn und Einsicht erspüren, Lernen können, positive Zukunftsperspektiven und Werte haben bzw. erarbeiten, für tragfähige Netzwerke  sorgen und zu guter letzt Solidaritätserfahrungen ermöglichen, tragen wir alle zur Heilung von uns selbst und anderen bei.

Übung:

wäre in diesem Falle so einfach, nämlich oben genannte Faktoren umzusetzen.

 

Besonders aber, gemeinsam mit lieben Menschen Zeit zu verbringen, zu üben um oben genannte vier Wege der Heilung in einem wundervollen Ambiente der Salzburger Berge zu erleben.

MINDFULNESS

BEWUSSTHEITSTRAINING in den Bergen

 

 

Wir möchten gemeinsam eine exzellente Zeit schaffen, in einem wunderschönen Ambiente arbeiten und genießen um

achtsam zu werden und zu SEIN.

                                               Moments of exzellent

·       wenn du dich erleben, spüren und erfahren willst

·       im Einklang mit der Natur sein möchtest

·       Berge erfahren und aus deiner Komfortzone herauskommen möchtest                                                                        

·       in Kontakt mit deinem Unterbewusstsein kommen möchtes, aus alten Denkmustern auszusteigen, um neue Perspektiven und Glaubenssätze zu entdecken

·       und gemeinsam mit lieben Menschen eine schöne Zeit verbringen                                                              möchtest    

dann …. sei dabei und setze wichtige Schritte!

 

MINDFULNESS – Bewusstseinstraining

um im Alltag zu bestehen, Persönlichkeit zu entwickeln,

zufriedene liebevolle Beziehungen und

ein erfülltes glücklicheres Leben führen zu können

 

"Probleme kann man nie mit derselben Denkweise lösen,

mit der sie entstanden sind" (Albert Einstein)


 

 

ZEIT: Anreise 11.Juni Beginn 16:00 Uhr – Abreise Sonntag 13. Juni 2021 ca. 14:00 Uhr

Ort: Arthurhaus, Mühlbach am Hochkönig / www.arthurhaus.at

Bitte um selbständige baldige Reservierung unter: Tel. 06467 7202 

Investition: 300,- € (netto) bei Paaren gilt für den Partner 50 % (Unterbringungskosten und Fahrtkosten nicht inkludiert, Fahrgemeinschaften sind möglich)

 

Anrechenbar als Selbsterfahrung für Psychotherapeuten, auch in Ausbildung unter Supervision

für Lebens & Sozialberater (auch in Ausbildung) (entspricht 20 Einheiten)

Anmeldung ab sofort möglich!!!

 

Wir, Ulli Kaufmann und Siegi Schütz, wünschen auf jeden Fall einen guten Rutsch in den wunderschönen Frühling, in dem wir natürlich auch gerne weiterhin mit all unserer Kraft für euch da sind.

 


Februar

 

 

So oft höre ich die Aussage, „Reden allein bringt doch nichts“.

Richtig!

Denn unser Leib besteht aus dem Körper, der Seele und dem Geist. Und dieser befindet sich wiederum in einer Welt,  im Außen, welche innerlich wirkt. Die Depression wird als biopsychosoziale Entwicklung gesehen, die für Betroffene als Einengung von körperlichen, geistigen, emotionalen und sozialen Beweglichkeiten  beschrieben wird.

Dies zum Ausdruck zu bringen ist unter anderemTeil einer guten Psychotherapie. Daher

BRINGEN WIR BEWEGUNG IN DIE THERAPIE

Bereits seit den 60er Jahren wird die Integrative Bewegungstherapie als ganzheitliche Methode kontinuierlich weiterentwickelt.  Bedeutend waren hier die Amsterdamer Laufstudien, bei denen es verschiedene Gruppen psychisch erkrankter Personen gab. Eine dieser Gruppen wurde regelmäßig in den Wald geschickt, um flotte Bewegung zu machen. Der anderen Gruppe wurden nur Psychopharmaka verschrieben. Was glaubt ihr, welcher Gruppe es nach 6 Wochen signifikant besser ging?

Bewegungstherapeutische Interventionen können dazu beitragen, neue Bewegungsspielräume zu erschließen und eine Umstimmung der deprimierten Verfassung zu lindern. Nicht umsonst wird in den Rehabilitationskliniken die Aufmerksamkeit intensiv auf Sport gelegt. 7:00 Morgensport!

Mich könnte man ja jagen, mit dieser Uhrzeit, dennoch geht es um die Erreichung von Aktivierung, Selbstwirksamkeit, gezielter Wahrnehmung und einer wohlwollenden Beziehung zum eigenen Körper. 

Unterstützend finde ich hier das flexible Modell von Herrn Prof. Hilarion Petzold (Petzold 1996),  der „vier Wege der Heilung und Förderung“. Auseinander hervorgehend, überlappend und parallel geht es um

1.       Bewusstseinsarbeit und Sinnfindung

2.       Nachsozialisation und Grundvertrauen

3.       Erlebnisaktivierung und Persönlichkeitsentfaltung

4.       Solidarität, Metaperspektiven und Engagement 

Übung:

Wie immer möchte ich euch eine kleine Übung mitgeben:

Nimm einen schweren Gegenstand, z.B. einen großen Sandsack oder einen großen Stein.

Probiere aus, wie du ihn bequem tragen kannst – mit den Händen, in den Hüften? 

Achte darauf wie beschwerend das wirkt, ob dich die Last beugt oder aufrichtet.

Wie reagiert der Körper? Was möchte er gerne tun, wenn er die Last los wird?

Wie ist es die Last hinzulegen und liegenzulassen?

Möchtest du das Schwere wieder nehmen? Wenn ja, wie kann man weiter damit umgehen? Jemanden zeigen oder verstecken? Jemanden anderen geben? Ein Stück gemeinsam tragen?

Natürlich steht die Last als Symbol für etwas Belastendes aus dem Alltag. Sich auf diesem Weg begleiten zu lassen und anzuvertrauen ist Teil unserer Gespräche, um sie wieder in Worte zu fassen und gleichzeitig Worte der Heilung zu finden und negative Internalisierungen (Glaubenssätze) in positive zu verändern.

Wir, Ulli Kaufmann und Siegi Schütz, freuen uns auf die gemeinsame Arbeit!

 

PS:                                                                                                                                                                                                               Gerne möchte ich hier auf ein besonderes Seminar im Sommer aufmerksam machen. Der Integrativen Bewegungstherapie  entsprechend, möchten wir ein Wochenende in einem wunderschönen Areal verbringen: um zu verbinden, abzuhängen, herauszufordern, auseinandersetzen, Gemeinsamkeit spüren.  Mit leichten Wanderungen, Beobachtungen von Murmeltieren (es gibt sie dort wirklich zum Sehen), einer Sonnenaufgangsmeditation und vielem mehr…seid gespannt.

Anmeldungen ab sofort möglich!

 

Herzlich Willkommen im NEUEN JAHR

 

 


 

In einem Jahr, dem so viele hoffnungsvoll entgegensehnen, mit den vielen verschiedenen Wünschen, Meinungen und Interpretationen der Lage der Welt, möchte ich dich /Sie einladen, im Sinne der Grundprinzipien der INTEGRATIVEN THERAPIE, sich mit Bewusstheitsprozessen auseinanderzusetzen.

In einem Interview mit Rüdiger Dahlke (Arzt und Psychotherapeut) erklärte er, dass alles miteinander zusammenhängt und wir die Psyche und den Körper nicht trennen dürfen. Was meint er damit?

Als menschliches Wesen sind wir alle bestimmten äußeren und inneren Reizen ausgesetzt und ohne Bewusstheit einem stoischen Weltbild mit Fatalismus geprägten Seins, ausgeliefert.

Unsere Biologie mit genetischen Positionen, unser Gedankengut mit den daraus resultierenden Emotionen und Gefühlen sowie unsere Familie und Freunde, deren Meinungen und Stimmungen wir begegnen, beeinflussen unser Bewusstsein und unser Unterbewusstsein in erheblichem Maße.

die komplexe menschliche Wirklichkeit erfordert über die Lebensspanne beständiges Differenzieren, Vernetzen, Verbinden von Vielfalt, damit kreative Entwicklungen zu Neuem möglich werden.“ (Hilarion G. Petzold 1982)

 

Die Aussage einer Klientin in Supervision bringt es sehr schön auf den Punkt, wenn sie sagt: „jedes Mal, wenn ich mich (aufblätter) selber erkenne, habe ich im Alltag damit zu tun, mich zu verändern, weil ich mich neu entdeckt habe“

Also, worauf will ich hinaus? 

Wie oben erwähnt gilt dies immer und immer wieder als EINLADUNG!

Gemeinsame Zeit in der Psychotherapeutischen Praxis zu verbringen könnte daher für das neue Jahr heißen:

·         gewissen Stereotypisierungen entgegenzuwirken

·         konkrete Konzepte zu Alternativen erarbeiten

·         Bewusstheit über Entgrenzungen zu schaffen

·         Handlungsspielräume und Veränderbarkeiten realistisch einzuschätzen

 

Vorsichtiges experimentelle Transgression, würdevolle Betrachtungen historisch-gesellschaftlicher und psychisch gewachsener Situationen sowie die Auseinandersetzung und Verarbeitung von Traumata und deren Auswirkungen, werden auch im kommenden Jahr die Basis unserer gemeinsamen Arbeit sein. 

 

Zum Nachdenken ein paar Zeilen von Gottfried Benn

Nur zwei Dinge 

„Durch so viel Formen geschritten,
                                                                                                                                                            durch Ich und Wir und Du,
                                                                                                                                                             doch alles blieb erlitten
                                                                                                                                                            durch die ewige Frage: wozu?"

 

Das ist eine Kinderfrage. 

dir wurde erst spät bewusst, es gibt nur eines : ertrage

-ob Sinn, ob Sucht, ob Sage-

„dein fernbestimmtes: Du mußt.“  

  

Ob Rosen, ob Schnee, ob Meere,

was alles erblühte, verblich,    

es gibt nur zwei Dinge: die Leere
                                                                                                                                                                  und das gezeichnete Ich.“