Archiv Bibliothek 2020

Dezember 2020

 

 

Wir wünschen ihnen ein wunderbares lichtvolles friedliches Weihnachtsfest! Mögen sie mit ihren Lieben gemütlich Zusammensein und diese Tage mit allen Sinnen genießen.

Vielleicht können sie sich noch an die Zeilen von November erinnern? Da habe ich von Regeln gesprochen und wie wir sie gemeinsam im Familienverband erforschen können, welche Regeln noch passen und welche verändert gehören. Gute Regeln erleichtern das Leben, anstatt sie einzuschränken.

Heute möchte ich ihre Aufmerksamkeit auf eine andere Art von Regeln lenken. Auf die versteckten  Regeln, welche wesentlich schwerer greifbar bzw. bewusster zu machen sind. Diese Regeln sind eine mächtige, unsichtbare Kraft, die das Leben beeinflusst.

Wie gut können sie ihrer Familie oder ihren Freunden ihre freie Meinung sagen? Können sie sagen, was sie fühlen, denken, sehen, hören, riechen, berühren oder schmecken? Können sie nur über das sprechen was sein sollte, also nicht über das, was tatsächlich der Fall ist?

Denken sie einen Augenblick darüber nach: gibt es Themen, die in ihrer Familie niemals angesprochen werden dürfen? Barrieren, die verhindern, dass über das was existiert gesprochen wird, dann sind das die Brutstätten für Probleme.

Eine der wichtigsten unbewussten Regeln ist der Glaube an die eigene Schuld, der eigenen Wertlosigkeit und der Beurteilung über die Dinge wie sie sind.

So oft habe ich in meinen Gruppen und Einzelgesprächen die Thematik, dass wir etwas lieber nicht sagen, um jemandem nicht weh zu tun oder damit andere nicht etwas Schlechtes über uns denken.

Etwas nicht zu sagen, weil wir jemanden wehtun könnten, ist eine Schuldthematik. Die innere verborgene Regel könnte lauten, „ich will niemanden schaden“ oder „ich will mich nicht schuldig machen“! Vielleicht fällt ihnen noch eine andere verborgene Regel dazu ein.

Gerade zur Weihnachtszeit passieren die meisten Streitigkeiten, die Suizidrate steigt in die Höhe und Einsamkeit fühlt sich gerade jetzt schlimmer an, als den Rest des Jahres. Das Fest der Familie kann Thematiken zu Tage bringen, die sonst verborgen bleiben. Vielleicht gibt’s auch das ein oder andere Gläschen, die Zunge wird etwas lockerer und es kann zu Auseinandersetzungen kommen.

Reflektieren wir diese Momente im Nachhinein, bemerken wir das Nichteingestehen von Gefühlen, vor allem aber den Mangel an Mut, diese Gefühle nicht nur wahrzunehmen, sondern sie auch mitzuteilen!

Wir verändern innere Regeln, wenn wir sie erkennen, annehmen und uns bewusst für neue Regeln entscheiden.

Übung:

·       wie frei können sie über das sprechen, was sie sehen und hören?

·       wem gegenüber können sie das alles zum Ausdruck bringen?

·       wie gehen sie damit um, wenn sie mit etwas nicht einverstanden sind?

·       wie fragen sie, wenn sie etwas nicht verstehen?

·       ist es ihnen möglich, Gefühle wahrzunehmen und sie zum Ausdruck zu bringen? und wann nicht?

EINDRUCK BRAUCHT AUSDRUCK

 

Der Wunsch nach einer ruhigen Weihnachtszeit, einem friedlichen verantwortungsvollem Leben ist wohl in uns allen verankert. Weihnachten kann eine so schöne ruhige besinnliche Zeit sein, wenn wir sie dazu machen und innere Ruhe und Gelassenheit zu erlangen.


Weihnachten

ist leis und still

wenn ich das so will

Entscheidung liegt bei mir

tief in meinem Herzen

Altes loszulassen

auszumerzen

 

Weihnachten

ist sanft und weise

denn ich bin leise

Emotionen sind die Kraft

Bewusstsein schafft

Neues zu gestalten

halten

 

Weihnachten

meint Liebe und

Frieden auf der Erde

auf das es so werde

Ursula Elvira Kaufmann  

 

November 2020

heute möchte ich gerne ihre Aufmerksamkeit auf Regeln lenken.

Und zwar auf IHRE LEBENSREGELN

 

 


Eine Regel ist definiert als eine feststehende Richtlinie oder eine Vorschrift für Verhalten, Vorgehen oder Anordnungen.

Es wird sie vielleicht überraschen, dass sie nach Regeln leben, deren Existenz sie nicht kennen und die ihnen nicht einmal bewusst sind.

Regeln haben etwas mit dem Konzept des Sollens und Nicht-Sollens zu tun. Sobald zwei Menschen zusammenleben, werden bewusst oder unbewusst Regeln festgelegt, die ihre Konsequenzen auf dynamische Weise nach sich ziehen.

Wenn ich anfange mit Paaren oder Familien über Regeln zu sprechen, kommen zuerst immer Themen wie Finanzen, Hausarbeit oder individuelle Bedürfnisse zur Sprache.  Oft erweist sich dies als äußerst klärende Erfahrung, die überraschende Möglichkeiten für ein positiveres Zusammenleben erschließen kann. Ich habe festgestellt, dass die meisten Menschen annehmen, jeder andere wisse, was sie wissen. Zornige Eltern beklagen sich bei mir: „Er kennt doch die Regeln!“ Gehe ich dann der Sache nach, so stelle ich häufig fest, dass dies nicht zutrifft. Die Annahme, dass andere Menschen ihre Regeln kennen, ist häufig ein Irrtum. Wenn sie mit ihrer Familie über ihre persönliche Regel-Liste sprechen, werden wahrscheinlich die Gründe für Missverständnisse und Verhaltensprobleme schnell offensichtlich. 

Hellsehen ist bekanntlich nicht unser Metier, daher ist es ratsam sich zu vergewissern, in welchem Maße Regeln bekannt sind und verstanden werden.

Nachdem alle Regeln niedergeschrieben worden sind und die Familie um deren Existenz weiß, können sie zur nächsten Phase übergehen. Überprüfen sie gemeinsam, welche Regeln noch passend sind und welche nicht mehr. Da sich die Welt in einer schnelllebigen Zeit befindet und sich ständig verändert, versuchen sie überholte Regeln der Gegenwart anzupassen. Fahren sie ein modernes Auto nach den Regeln eines Export Käfers mit 30 PS? Eine der Eigenschaften einer nährenden Familie ist die Fähigkeit, ihre Regeln immer der Gegenwart anzupassen!

Gute Regeln erleichtern das Leben, statt einzuschränken.

Also, Regeln gehören überholt, wenn sie unfair, unklar oder unpassend sind.

Die Regeln, über die wir bisher gesprochen haben, waren ziemlich offensichtlich und leicht zu erkennen. Es gibt aber noch eine andere Art von Regeln, die häufig sehr versteckt und wesentlich schwerer greifbar zu machen sind.

Dazu möchte ich im Dezembertext näher darauf eingehen.

Übung für Regeln innerhalb von Familien:

·       Setzen sie sich alle zusammen und stellen sie sich die gemeinsame Frage: „Was sind unsere derzeitigen Regeln?“ nehmen sie sich dafür ein Blatt Papier und Schreibzeug zur Hand und vermeiden sie in dieser Phase Diskussionen, ob diese Regeln richtig und berechtigt sind.

·       Welche dieser Regeln sind hilfreich und welche sind behindernd?

·       Welche Möglichkeiten haben sie, Regeln zu verändern?

Wenn sie möchten, können sie mit ihrer Familienforschung noch genauer nachfragen:

·       Wie entstehen Regeln in ihrer Familie?

·       Wer entscheidet über diese Regeln, ist es der oder die Älteste, Netteste, Gebrechlichste oder Mächtigste?

·       Woher stammen ihre Regeln? Aus welcher Zeit und wie alt sind ihre Regeln?


Remedium

„Veränderung in mir, bringt Veränderung um mich herum

Veränderung um mich herum, bringt Veränderung in mir  

Remedium

Veränderung fordert ungefragt und stellt die Regeln auf den Kopf

was gestern noch galt,

ist heute längst verhallt

und gleicht dem Tode, still und kalt 

Remedium

fordert einen Neubeginn für das was nicht mehr gilt

was morgen erscheint

uns alle vereint

und gleicht dem Leben - liebevoll und frei gemeint 

Remedium

fordert ungefragt den Neubeginn des Individuums

in einer Art zu denken

alte Regel zu verschenken

in den Geist von Göttlichkeit zu lenken“

Ursula Elvira Kaufmann

 

Oktober 2020

 

 

Der Mensch ist ein KÖRPER-SEELE-GEISTWESEN, eingebunden in ein SOZIALES und ÖKOLOGISCHES Umfeld.

Was heißt das genau?

Die Antwort ist ganz individuell und fängt in unserem Körper an. Selbstregulation und Selbstverwirklichung, sowie Spontanität und Kreativität gehören genauso integriert wie die Fragen nach dem Sinn des Lebens, nach Werten der Liebe und dem Tod. Ebenso wichtig ist die Frage nach Sozialen Netzwerken, Freunden, Familienangehörigen, also der Reduktion von Entfremdung. Aber auch unser Wohn- und Lebensumfeld gehören liebevoll bewahrt.

Um neue Perspektiven zu schaffen, wenn Dysfunktionalitäten in diesen Bereichen entstehen, ist Psychotherapie da um zu heilen oder wenigstens zu lindern.

EINDRUCK BRAUCHT AUSDRUCK

Psychotherapie braucht body awareness und complex aqareness & consiousness.

Gewinn von Mitte und Gesundheit, an Selbstregulation, an Positionen zu Fragen des Lebens, tragfähige soziale Netzwerke und die Bewahrung von  gesunden Lebensräumen.

Übung:

*erlauben sie sich / erlaube dir einen Moment zur Ruhe zu kommen

*einige tiefe Atemzüge zu machen, langsam und bewusst

 *versuchen sie / versuche mit deiner Aufmerksamkeit zu ihrer / deiner Mitte zu kommen, und spüre, wie  es sich anfühlt

 *erlauben sie / erlaube dir die Frage: wie spürt sich meine Mitte an, wie spürt sich der Körper an und wie  viel Spannkraft, Kongruenz gegenüber meiner inneren und äußeren Haltung habe ich?

  *wie würde es sich anfühlen, innere Heilung für sich zu kreieren?

  *wer bin ich und wofür bin ich hier?

  *wen liebe ich und von wem werde ich geliebt?

  *bin ich an dem Ort, wo ich lebe, richtig und fühle ich mich dort wohl?

 

September 2020

 

Wir hoffen, ihr hattet einen wunderbaren Sommer, der ja noch nicht vorbei ist, und freut euch, wieder gemeinsam mit uns zu arbeiten. In der zweiten Septemberwoche starten die Gruppentherapien und Selbsterfahrungen.

Immer wieder werde ich gefragt, was passiert in einer Gruppentherapie?

Darüber gibt es einiges zu sagen.                                                                                                         Zunächst einmal ist es ein LERNEN:

Wir lernen voneinander und miteinander. Zuerst bauen wir mal so etwas wie eine Beziehung auf, d.h. wir lernen uns kennen. Manche „alte Hasen“ kennen sich ja bereits, da gibt es dann meistens ein freudiges Wiedersehen, und andere tasten sich vorsichtig heran, um dann in der Regel überrascht zu sein, Menschen gefunden zu haben, denen es ähnlich geht oder ging.

Zum anderen ist es eine SOLIDARITÄTSERFAHRUNG:

Solidarität gilt als eines der wichtigsten Heil- und Wirkfaktoren in der Psychotherapie. Zu erkennen, ich bin nicht allein mit meinen Ängsten, Sorgen und Problemen, zu bemerken, da gibt es andere, die sind emphatisch, voller Mit-Gefühl und be- bzw. verurteilen mich nicht, kann so hilfreich sein, die eigenen Thematiken zu explorieren.

ÜBUNGSZENTRIERTE MODALITÄTEN:

Da haben wir Möglichkeiten, gemeinsam im Spiel oder in Diskussionen oder in Aufstellungsarbeit Unbewusstes bewusstbar und reflektierbar zu machen. So erkennen wir neue Perspektiven, Optiken und Heuristiken und Veränderung ist langsam möglich.

Ich persönlich liebe die Arbeit in Gruppen, da ich die Vielschichtigkeit liebe und die damit verbundenen verschiedenen Aspekte einer Sache. Einer Allein kann gar nicht so Weise sein, als wenn wir gemeinsam nach Lösungen und hilfreichen Faktoren Ausschau halten.

 

Im September freuen wir auf das gemeinsame Arbeiten und auf etwas, was mich persönlich sehr freut.             Eine kleine Hundedame wird den Therapien folgen.

 

Herzlich Willkommen im August 2020

wo auch immer Sie diese Zeilen erreichen, ob im Urlaub, am Meer oder in den Bergen oder zu Hause, vielleicht auf einem gemütlichen Balkon oder Terrasse, dann möchte ich Sie einladen zu einem kurzen Gedankensprung in Richtung SELBST.

Die Definition von einem SELBST beinhaltet immer Selbstliebe, Selbstfürsorge, Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, usw. Im Sinne der Selbstbeobachtung, also mit Blick auf eigene Befindlichkeiten, Gefühle und Gedanken lernen wir ein Bewusstsein zu entwickeln, wer wir sind.

Reflektiv betrachtet, können wir so unser Fühlen, Denken und Handeln verändern, sofern wir das wollen.

Dafür brauchen wir unsere Mitmenschen, da unsere menschliche Existenz immer eine Co-Existenz ist, d.h. wir brauchen einander um uns selber zu erkennen.

Zu den folgenden Fragen möchte ich Sie einladen, kurz innezuhalten, bei dem was Sie gerade tun,

ein paar tiefe lange Atemzüge zu machen und sich selber die Fragen zu beantworten:

·         was denke ich den ganzen Tag über mich selber?

·         kann ich mich selber so akzeptieren wie ich bin?

·         wie gut bin ich darin, für mich selber zu sorgen?

·         wie gut kann ich mich von einem anderen Menschen abgrenzen um ein EIGENES SELBST zu sein?

·         wie sehr bin ich mir meiner Wahrnehmungen, meinem Denken, meinem Handeln gegenüber BEWUSST?

 

***

„ich tu, was ich tu,

dafür bin alleine ich verantwortlich.

Und du tust, was du tust,

wofür nur du verantwortlich bist.

Ich bin nicht auf dieser Welt,

um nach deinen Erwartungen zu leben.

Ich kann und darf Erwartungen von dir erfüllen,

muss es aber nicht – wie entlastend.

Und du bist nicht  auf dieser Welt,

um nach meinen Erwartungen zu leben.

Wie schön, dass du viele meiner Erwartungen

ohne Druck oder Belastungen erfüllst.

Du bist Du und ich bin Ich.

Ich achte deine Grenzen, du achtest meine Grenzen.

Ich achte dich, du achtest mich.

Und manchmal verschmelzen wir – in Liebe.

Aus ICH und DU wird dann ein WIR

Wir achten uns. Ich achte mich, du achtest dich.

Und wenn wir uns zufällig finden – wunderbar.

Manchmal erleben wir Situationen,

in denen wir uns nahe sind.

Wenn nicht, kann man nichts machen.

Begegnungen wollen wir nicht erzwingen.

Für sie bleiben wir offen.

Schön, dass es dich gibt, dass es mich gibt,

dass es uns gibt“

Fritz Perls

 

Juli 2020

 

 


 

Geht es dir/Ihnen auch so? Die Zeit rast so dahin und der Juli kommt so rasch und plötzlich sind wir mitten im Sommer?

Das berühmte Sommerloch oder wieder mal Sommerpause, ob gewünscht oder erzwungen, könnte eine Einladung zum Langsamwerden und Nachdenken sein?

So möchte ich dich/Sie heute einladen, über eine Geschichte nachzudenken:

Auf einer Ausstellung sollte ein Elefant die Attraktion werden. Die Menschen strömten herbei um ihn zu sehen. Da der Elefant jedoch bei Nacht in einem dunklen Raum untergebracht war, konnten ihn die Schaulustigen nicht erkennen. Sie waren neugierig und versuchten, seine Gestalt durch Betasten zu erfassen. Doch jeder konnte nur einen Teil des großen Tieres greifen und es danach beschreiben.

Einer der Besucher, der ein Bein des Elefanten erwischt hatte, erklärte, dass der Elefant wie eine starke Säule ausschaue; ein zweiter, der die Stoßzähne berührte, beschrieb den Elefanten als spitzen Gegenstand; ein dritter, der das Ohr des Tieres ergriff, beschrieb ihn als Fächer; der vierte, der über den Rücken des Elefanten strich, behauptete, dass der Elefant so gerade und flach sei wie eine Liege.          (frei nach Rumi, persischer Dichter)

 

Jeder sieht und spürt richtig, doch sieht nicht jeder alles.

Daher wieder eine kleine Übung zum Mitmachen:

·        Wie wirkt sich mein Verhalten gegenüber meinen Mitmenschen aus, wenn mir bewusst ist, dass ich nicht alles weiß?

·        Wie weit entsprechen die Bedürfnisse unserer Gesellschaft vorgegebenen erzieherischen Ansprüchen und sind sie persönlich für mich passend?

·        Wie weit lässt  meine eigene subjektive Wahrnehmung des Erlebens Spielraum für Andere und deren Bedürfnisse?

 

In der kommenden Sommerpause sind wir leider zeitlich nur bedingt für euch da. Daher gilt besondere Achtsamkeit gegenüber eigenverantwortlicher Selbstfürsoge und  Wertschätzung eigener Bedürfnisse.

Wir, Ulli Kaufman und Siegbert Schütz, wünschen euch eine schöne Sommerzeit, bleibt`s g`sund, achtet`s auf euch und genießt das Leben.

  

Über die Geduld

(von Reiner Maria Rilke)

 

Man muss den Dingen

die eigene, stille

ungestörte Entwicklung lassen,

die tief von innen kommt

und durch nichts gedrängt werden kann,

a l l e s   ist austragen – und

dann gebären…

 

Reifen wie ein Baum,

der seine Säfte nicht drängt

und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,

ohne Angst,

dass dahinter kein Sommer

kommen könnte.

 

Er kommt doch!

 

Aber er kommt nur zu den Geduldigen,

die da sind, als ob die Ewigkeit

vor ihnen läge,

so sorglos, still und weit…

 

Man muss Geduld haben

 

Mit dem Ungelösten im Herzen,

und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,

wie verschlossene Stuben,

und wie Bücher, die in einer fremden Sprache

geschrieben sind.

 

Es handelt sich darum, alles zu leben.

Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich,

ohne es zu merken

eines fremden Tages

in die Antworten hinein..

 

Juni 2020

 



Beziehungen und wie sie richtig funktionieren ist immer wieder ein großes Thema in der psychotherapeutischen Praxis und in der Paartherapie.

Daher möchte ich heute ein wenig konkreter darauf eingehen. Als Grundlage hierfür verwende ich das Buch von Hans-Joachim Maaz, ( Psychiater und Psychoanalytiker) „das falsche Leben“, wo er Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft betrachtet.

Als Ergebnis zeichnet er „Beziehungskultur“ in folgenden Qualitäten aus:

Ich kenne mich selbst:                                                                                                                                                                    Ich weiß wer ich bin, was ich will und was ich kann. Ich weiß aber auch, was ich nicht will und nicht kann. Ein solches Wissen ist das Ergebnis reflektierter Selbsterfahrung als eine alltägliche Aufgabe, die die Dynamik von Veränderung, Korrektur und Entwicklung berücksichtigt. Und es heißt genauso auch, ich kenne mich nie vollständig, nie endgültig und bleibe für Neuerfahrungen und Überraschungen offen.

Ich kann „ich“ sagen:                                                                                                                                                                          Ich teile mich mit, ich spreche von mir und mache klare Ansagen wie, „ich bin…, ich weiß…, ich will…, ich bin nicht…, ich weiß nicht…, usw. Das ICH ist der Ausdruck von Freiheit und Eigenständigkeit, ermöglicht Orientierung und Auseinandersetzung für die Beziehung.

Ich will und kann zuhören:                                                                                                                                                     Durch zuhören kann ich annährend erfahren, wie der andere denkt und fühlt, was ihm wichtig ist, was seine Motive, Anliegen und Ziele sind. Ohne ein Gefühl und ein Verständnis für den anderen ist eine Beziehungskultur nicht möglich. Zuhören meint zu hören, was der andere wirklich meint und vor allem wie er es meint. Tür und Tor öffnen sich für Deutungen und Interpretationen oder Projektionen, wenn wir ungenau und unkorrekt hören.

Ich akzeptiere Andersdenkende:                                                                                                                                              Diese durchaus reife Haltung ist gebunden an eine gute Selbsterkenntnis, mit der Akzeptanz der eigenen Schwächen, Fehler und Begrenzungen. Andersdenkende, Andershandelnde und Fremde sind immer nur dann bedrohlich und machen unweigerlich Angst, wenn sie etwas tun, sagen oder verkörpern, was ich bei mir nicht akzeptieren kann oder nicht kenne. Innere Verbote, eigene Tabus, moralische Ansprüche sind Inhalte eines falschen Selbst und die mit Entfremdung und den damit verbundenen Affekten alte „Wunden wieder bluten lassen“. Andersartige sind nicht die Verursacher, sondern nur Auslöser gegen das eigene Fremde, das Fremdgewordene, das mühsam Verborgene und Unterdrückte.

Ich akzeptiere getrenntes Leben:                                                                                                                                       Hierbei geht es um Verschiedenheit und der darin erhaltenen Würde mit Freiheit und Autonomie, die eigene EINMALIGKEIT zu akzeptieren und zu verantworten. Im falschen Selbst bleibe ich abhängig von Bestätigungen und Bewertungen, rackere in Beziehungen oder klammere mich am anderen an. Erwarte, fordere und wünsche mitunter am liebsten, „Verschmelzung“  mit meinem Nächsten. Mit der Akzeptanz der Getrenntheit gewinne ich Respekt für alle „Getrennten“, lerne zu verhandeln, Chancen der Verbundenheit zu genießen und unvermeidbares Für-sich-Sein auch zu betrauern.

Ich kultiviere Gemeinsamkeiten:                                                                                                                                              Der Wert der Individualität wird erlebbar durch einen eigenen Platz in Beziehung und Gemeinschaft. Wenn „Ich“ und „Du“  sich ergänzen, sich wechselseitig anregen und bereichern, Gemeinsames schaffen, was allein nie möglich wäre, dann adelt Beziehungskultur humanitäre Verbundenheit. Das miteinander gestaltete, kreativ belebte, hilfreich unterstütze und gemeinsam erlebte Leben krönt unsere soziale Natur. Wir brauchen den anderen als Zuhörer, Beschützer, Berater, Tröster und Helfer, vorausgesetzt, wir agieren nicht nur aus einem falschen Selbst heraus im falschen Leben. Das Gemeinsame muss freilassen, damit ein wirklicher Gewinn im Selbsterleben und Weltgestalten möglich werden kann.

 


 

  

GEBET einer Beziehungskultur:

Ich bin ich 

Du bist du 

Ich und du sind immer verschieden  

Jeder ist für sein Leben verantwortlich 

Gemeinsam sind wir für unsere Beziehung verantwortlich

Wir genießen Übereinstimmungen und Gemeinsames 

Wir akzeptieren vorwurfsfrei Getrenntes

 

Wie immer anbei eine kleine Übung:

Ich lasse mich vom Gestört-Sein anderer nicht anstecken, sondern:

* ich spiele – dann… nicht mehr mit

* ich gehe aus dem Feld

* oder ich wehre mich aktiv, bei Gefahr    

* und ich engagiere mich für bessere Bedingungen.

 

Ihr Lieben, ich hoffe mit diesen Anregungen euch ein paar Hinweise und Tipps zum besseren Gestalten eurer Beziehungen in die Hand gegeben zu haben.

Natürlich können wir das in der Therapie im „face to face“ Kontakt besser kommunizieren.  

Daher freuen wir uns auf weitere gemeinsame Gespräche und Beziehungskultur!

  

Mai 2020

 

"es sind die Gedanken,

               die unserem Leben Struktur geben" (Irvin D. Yalom)


Was denkst du so den ganzen Tag?

Welchen Einfluss haben unsere Gedanken auf unser Leben?

für meine Mama

Warum ist es so wichtig, seine Wahrnehmung auf seine Gedankenwelt zu richten? Weil Gedanken Gefühle erzeugen! Ich bin in meiner Praxis oft erschüttert, wie leicht Menschen sich von ihren Gedanken beeinflussen lassen und vor allem, wie oft sie negativ und destruktiv über sich selber denken. Ein Gedankenkarussell, welches nur schwer zu stoppen scheint.

Dabei kommen wir in der psychotherapeutischen Arbeit auf Gedanken oder auch Internalisierungen, das sind Gedanken die zur Wahrheit werden, wie „ich bin nicht gut genug“ oder „ich bin allein“ oder „ich bin es nicht wert“ usw. Welche Gefühle werden hierbei wohl erzeugt? Das interessante für mich ist dabei, dass mir während dieser Gespräche oft wunderbare Menschen gegenüber sitzen, die viel geleistet haben, die anderen Menschen helfen, die es anderen Menschen Recht machen wollen und wirklich nett und liebenswürdig sind.

Wie kann das sein?    

 „alle Dinge, die dir passieren, sind grundsätzlich neutral. Erst deine Gedanken dazu und wie du die Situation BEWERTEST, lösen Gefühle aus!"

Als Beispiel möchte ich die Kuchenversuchung vorstellen:

Stell dir vor, eine Kollegin bietet dir ein Stück Kuchen an. Du denkst dir: “Oh ja, toll, nett von ihr. Hmmm, lecker!“ D.h., du freust dich und strahlst deine Kollegin glücklich an. Du hast eine positive Einstellung.

Denkst du aber: „Man, ich bin doch auf Diät, warum muss die mir jetzt ausgerechnet Kuchen anbieten?“, fühlst du dich mies und verärgert und hast eine andere Ausstrahlung und deine Kollegin wundert sich vielleicht.

Doch weder der Kuchen, noch deine Kollegin sind an deinen Gefühlen beteiligt   -   nur deine Gedanken!

Hinzu kommt noch die darauf gerichtete Verhaltensweise. D.h., wie verhälst du dich, wenn du dich auf ein Stück Kuchen freust, oder es ablehnst, weil du über dich selber etwas Schlechtes denkst, z.B. zu dick zu sein?

 

Kleine Psychoedukation:

Unser Gehirn bekommt jeden Tag Milliarden von Informationen. Doch die meisten davon brauchen wir gar nicht. Zum Glück filtert unser Gehirn aus allen Sinneswahrnehmungen DIE heraus, die es für wichtig hält.

Das, woran du denkst, bewertet dein Gehirn als wichtig. Dann steuert es deine Wahrnehmung so, dass du plötzlich all das siehst, hörst, riechst und fühlst, was zu deinen Gedanken passt.

Wie stoppt man jetzt dieses Gedankenkarussell, von dem mir so viele Klienten berichten?

Grundlegend ist wichtig zu wissen, Gedanken sind immer da und gehören zu unserem Gehirn, dafür ist es geschaffen, wie es zum Herzen gehört, Blut durch unsere Adern zu pumpen. Das Gehirn will denken. Wenn Gedanken jedoch zu schnell werden, zu schnell wechseln oder zu sehr um negative Themen kreisen, oder vor allem ins Grübeln geraten, über irgendwelche Sorgen oder Probleme, dann kostet das ENERGIE.

Merke dir:

"wenn du nach 10 Minuten keine Lösung gefunden hast,                                                                 werden dir weiter 1000 Minuten auch nicht helfen."    

Daher empfehle ich folgende Schritte:

1.   Entscheide dich bewusst, dich nicht zu ärgern!

2.   Lenke dich NICHT ab sondern beobachte, was gerade passiert.

3.   Versuche Gedanken aus deinem Kopf herauszuholen, indem du z.B aufschreibst was du denkst, malst oder singst. Über die Vergangenheit nachzusinnen, denn du kannst sie ja eh nicht ändern und ebenso auch die Zukunft bringt sich nichts. 80 % der Sorgen, die du dir machst, treten nicht auf.

4.   Folgende Sätze können helfen

-      die Vergangenheit ist vorbei

-      ich bin ganz im Hier und Jetzt

-      was andere über mich denken, ist mir egal

5.   Halte dich fern von WARUM Fragen. Unser Gehirn will auf Fragen eine Antwort wissen. Auf Warum-Fragen, gibt es keine Antworten und wenn doch, führen sie zu keiner Lösung

Daher: Stell dir WAS- und WIE Fragen

Als Geheimwaffe gegen das Gedankenkarusell hilft BEWEGUNG und MEDITATION

Sei es eine einfache Atemmeditation, eine geführte oder eine Dynamische Meditation, wir helfen dir gerne dies zu lernen.

Dazu lade ich immer wieder in den Gruppentherapien ein und in der kommenden Waldgruppentherapie.

Wir wünschen euch noch einen wunderschönen Mai, ein fröhliches Erwachen in ein neues Bewusstsein und vor allem GUTE GEDANKEN

 

April 2020

„in der Sehnsucht liegt die größte Verbundenheit“  (Michael Lehofer)

 

 

und nein, ich möchte nicht über dieses Thema reden, welches gerade auf jeder Plattform und in allen Medien präsent ist.

Ich möchte diesen Bericht nutzen, um über die Liebe zu reden. Nicht aus einem esoterischen Gutdünken heraus oder einer Laune der Zeit, weil die Liebe in der Psychotherapie ja eigentlich keinen Platz hat, sondern aus einem ganz einfachen Grund. Liebe ist das Gegenstück zur Angst.

Am Telefon präsent, sowohl im Kriseninterventionsteam des Landes Steiermark, als auch in eigener Praxis begegne ich Menschen mit Angst, Sorgen, dysfunktionalen Verhaltensweisen wie Gewalt usw.

Daher möchte ich ganz konkret auf Mut und Liebe hinweisen, als wirksamste Waffe gegen Einsamkeit, Sorgen und Rückzug. Als aktive Wahrnehmungsübung um Denken und Handeln wieder in eine gezielt gerichtete primäre Funktion umzugestalten, möchte ich Ihnen ein paar Fragen mitgeben und Sie einladen, sich der Fragen ehrlich zu stellen, sich Zeit dafür zu nehmen, vielleicht sogar in einer meditativen Haltung und in einer langsamen tiefen Atemfrequenz.

Wann habe ich in meinem Leben Liebe gespürt? Und wo genau im Körper habe ich diese Liebe wahrgenommen? 

Was und wen liebe ich und was sagt das über mich aus?

Wie sieht es mit meiner Selbstliebe aus? Geht da doch mehr?

Von wem werde ich geliebt?

Was bin ich bereit zu geben?

Und wofür bin ich richtig dankbar?                                       

Das sind keine leichten Fragen, jedoch können sie helfen, wieder eine etwas andere Perspektive zu bekommen. Eine besondere Challenge wäre es auch, wenn es Menschen gibt, die Sie lieben, es diesen Menschen mitzuteilen und warum Sie sie lieben.

Umarmungen und Kuscheln sind dabei ebenso ganz wichtige Faktoren, weil sie ein Hormon namens Oxytocin freisetzen, welches im Blut das Stresshormon Cortisol reduziert.  Gerade in unserer Zeit besonders wichtig! Es funktioniert auch mit Tieren.

 

Übrigens ist es möglich, auch der Zeit gegenüber sich in eine Art Liebesfrequenz zu begeben. Wenn wir es schaffen, aus einem sogenannten Überlebensmodus herauszukommen um endlich Lebensqualität zu erreichen, ist dies noch einmal zu toppen, wenn wir uns in die Genießer-Frequenz bewusst hineinbewegen. Folgende Frage kann da helfen: „Angenommen, du hättest alles erledigt, müsstest nichts mehr leisten, müsstest nirgendwo hin und hast nichts Wichtiges am Plan, mit was und wem würdest du dir deine Zeit vertreiben?“    

Gerne erzähle ich Ihnen, womit ich mir die Zeit vertreibe:

·        Meditation: ist eines der besten Hilfsmittel um Klarheit und Ruhe zu generieren und um im Augenblick zu bleiben

·        Spazierengehen bzw. Laufen: die Natur ist unser bester Heiler

·        gute Gespräche führen: mit dem Partner, Nachbarn, möglich über Telefon, Videotelefon und darauf achten, dass es noch andere Themen gibt

·         ausgiebig und gesund kochen

·         Bücher zu lesen, die sich schon lange stapeln

·         Beteiligung im KITeam, um zu helfen.

Zum Abschluss noch ein paar Gedanken: 

„Mut ist immer eine Handlung gegen die Angst“

„Freiheit misst sich an der Zahl der Entscheidungen, die ein Mensch treffen kann“

„Nicht was wir erleben, sondern was wir empfinden

 

März 2020

Erleben wird immer erzeugt, erleben steht nie fest

Gunther Schmid

 

„Die Legende von Bagger Vance“


als Beispiel für perfekte Veränderungsarbeit und wie man aus altem Dilemma herauskommt, möchte ich euch heute einen Film vorstellen.

Es geht darum, dass es immer ein „äußeres Feld“ gibt, das sind die Umstände, die Örtlichkeiten, die Zeit, usw. und ein „inneres Feld“. Jene sind unsere Gefühle, Befindlichkeiten, Symptome usw. also was innerlich stattfindet.

Erfolgreiche Menschen können z.B. immer aus dem äußeren Feld das Beste machen was möglich ist. Hier liegt auch die absolute Akzeptanz darin, dass die Umstände so sind, wie sie sind. Beim  UTILISIEREN machen wir uns das positiv nutzbar  was gerade vorhanden ist, egal ob es Situationen,  Erinnerungen, Gefühlen oder Gewohnheiten sind. 

 

Wir können in unserem Leben die Umstände oft nicht ändern. Wir können die Menschen um uns herum nicht ändern.  Aber wir können uns immer Fragen, wie wir diese Situation nutzbar  machen können, was es zu lernen gibt und wie wir am besten für alle Beteiligten uns behalten (im Sinne von bei sich bleiben, oder sich nicht verlieren) und verhalten wollen.

Filmtipp:  „Die Legende von Bagger Vance“

Als Profigolfer und beliebter Partygast kommt Rannulph Junuh  schwer traumatisiert aus dem 1. Weltkrieg zurück. Er verfällt dem Alkohol, dem Glücksspiel und wendet sich von seiner Partnerin ab.

Diese versucht mit einem Golfturnier ihre Existenz zu retten und auch Junuh möchte daran teilnehmen. Sein Problem: er hat seinen authentischen Schwung verloren, mit dessen Hilfe er vor dem Krieg viele Erfolge verzeichnen konnte.

Jetzt kommt Bagger Vance wie von Geisterhand ins Spiel und coacht den vom Krieg mitgenommenen Spieler.

In einer Schlüsselszene des Films fordert Bagger Vance Junuh vor einem Abschlag auf, das Feld zu erkennen.    Er bezieht sich auf den 13. Gesang der Bhaavad Gita, wo Krishna zu Arjuna von dem Feld und dem Kenner des Feldes spricht:

Der irdische Leib und die gesamte Natur werden von Krishna als das Feld bezeichnet. Der Feldkenner ist der Geist, der diesen Leib beseelt. Das Feld verändert sich zu jeder Zeit und nur durch Gleichmut gegen Äußeres und vollkommene Hingebung an ihn, kann das anfangslose, höchste Brahman erreicht werden.

Als kleine Übung möchte ich Ihnen die Fragen mitgeben:

·       die Zeichen, die mein Körper mir schickt und meine psychische Verfassung, sind für welche  anerkannten  BEDÜRFNISSE ein Feedback?

·       könnte ich es schaffen mehr Gleichmut den äußeren Umständen gegenüber zu kreieren?

·       finde ich in dem was ich tue ein „WOFÜR“?

Auf jeden Fall wünschen wir, Ulli Kaufmann und Siegi Schütz, Ihnen einen wunderschönen Frühlingsbeginn, eine gute Zeit und eine hohe Kompetenz Ihre anerkennenswerten Bedürfnisse wertzuschätzen.

   

Februar bei INTEGRA 2020

 


 

Jetzt ist dieses Jahr schon einen Monat alt. Wie schaut es aus mit Ihren Vorsätzen und Vorstellungen für die Zukunft? Was haben sie schon umgesetzt oder möchten noch daran setzten zu verändern?

Was pressiert zum Verändern, weil bereits ein gewisser Leidensdruck sie quält und die Stimme in ihrem Inneren spricht „so geht es nicht mehr weiter?“

Ich möchte sie einladen sich an einen Zustand zu erinnern den ich mit dem Ausdruck INTEGRA meine.

INTEGRA ist die Verbindung zwischen Integrität integrieren und integer sein. Integrität beruht auf einem wohldurchdachten ethischen Grundsatz und der Bereitschaft diesen auch unter erschwerten Bedingungen aufrecht zu erhalten. Wir sind ehrlich und stehen zu unseren Werten – mit unseren Worten und Taten. Wir lassen uns von dem was andere sagen zwar berühren, doch wir beugen uns nicht den Stimmen derer.

We walk our talk

 

Integer sein bedeutet „unbescholten“, „unbestechlich“ oder „moralisch sauber“ zu ein. Wir sind in unserem Sein und Wesen unversehrt und frei. Spannend ist die Konsequenz dieses Gedankenmusters, denn damit können sich Kreationen entwickeln die sich einfach gut anfühlen.

Wer eine kleine Übung haben möchte, hier einige Fragen zur Selbstreflektion:

·         Wann habe ich mich das letzte Mal verbogen um einem anderen Menschen zu gefallen?

·         Lebe ich im Einklang mit dem was ich innerlich fühle und dem was ich im Außen tue?

·         Welche konkreten Ergebnisse kann ich in meinem Leben vorweisen?

·         Was heißt es für mich Verantwortung für das zu übernehmen, wenn ich etwas falsch gemacht habe?

Ansonsten, schaut bitte im Programm nach was für euch dabei ist und helfen könnte um integer seine Integrität zu leben.

Wir wünschen euch einen wunderschönen Februar und freuen uns mit euch gemeinsam zu lernen und zu wachsen und sind von Herzen dankbar für das gegenseitige Vertrauen, welches wir immer wieder in der Praxis erleben dürfen.

 

Jänner 2020,

einem neuen Jahr in dem einige Veränderungen vor der Türe stehen.                                                           So möchte ich heute in eigener Sache kurz eine Erklärung abgeben. Ab Februar nenne ich mich FREIBERUFLICH und bin schon ganz gespannt und voller Freude, was die Selbständigkeit mit sich bringt.

Auf jeden Fall voller Tatendrang gibt es natürlich neben der Möglichkeit Einzeltermine wahrzunehmen,  einige neue Seminare und Workshops. Unter anderem werden wieder regelmäßig Familienaufstellungen stattfinden, aber auch Dynamische Meditationen und natürlich Gruppentherapien sind im Programm.  Es wird Workshops in Familienangelegenheiten geben, wo wir uns mit unserer Herkunft beschäftigen und den damit verbundenen Schatten und Freudenanteilen und wie wir das Beste daraus machen.                      Besonders freue ich mich aber auf den Part Psychotherapie und Bewegung! Nicht nur, weil Bewegung so unendlich wichtig ist, sondern auch weil ich selber gerne in Wald und Flur bin. In der Natur zu arbeiten ist ein Zuckerl, welches ich mir und Ihnen schenke.

 

Bitte schauen Sie in die Termine und finden Sie das, was Sie weiterbringt.

 

Ein anderes Standbein, auf das ich mich sehr freue wird das Burn is Out-Training sein.

Hierbei unterstütze ich Unternehmen und Firmen, um Obsorge und Psychohygiene für ihre Mitarbeiter und Führungskräfte am Arbeitsplatz zu ermöglichen. Prävention, Für- und Nachsorge, vor allem aber Erkenntnis und Bewusstheit zu schaffen, bezüglich einer bereits vorhandenen Gefahrenstufe, sind Bereiche denen ich mit Freude und Begeisterung begegne.

Jetzt aber wieder zu Ihnen und einer kleinen Übung, wie Sie es schon gewohnt seid:

Den obigen Text von Albert Einstein zu Grunde legend, möchte ich Sie einladen zu überlegen, was steht an echter Veränderung bei Ihnen an?

·       Was wäre der dafür erste, kleine, vielleicht winzige Schritt?

·       Wer oder was kann bei der Umsetzung dabei helfen?

·       Und welches Gefühl soll sich mit der Zeit dann einstellen?

Wir sind begeistert und glücklich mit Ihnen zu arbeiten und den Veränderungen die Sie machen, zu begegnen.

 

„Die wichtigste Erkenntnis meines Lebens ist die, dass wir in einem liebenden Universum leben“  Albert Einstein