Burn is Out

wenn die Energie schwindet, erscheint jede Pflicht zu viel“

DIE DINGE VERLIEREN AN BEDEUTUNG

Ist Ausbrennen ein Phänomen unserer Gesellschaft? Sind sie betroffen?

 


Immer mehr Menschen fühlen sich erschöpft, sind derart kraftlos, dass sie weder Arbeit geschweige denn ihren Alltag bewältigen können.  Sie leiden an einem Burnout-Syndrom.

Laut einer Umfrage leiden in Österreich 8 Prozent der Bevölkerung an einer schweren Depression aufgrund eines Burnouts.  Bei unseren deutschen Nachbarn fallen jährlich 100.000 Beschäftigte wegen diesem Leiden im Job aus, meist für viele Wochen oder sogar Monate.  Manche werden dauerhaft als erwerbsunfähig eingestuft und müssen verfrüht in den Ruhestand gehen. Drastisch auch wie rasch das Leiden um sich greift. Laut Angaben der gesetzlichen Krankenkassen zufolge ist die Zahl der Menschen die an einem Burnout-Syndrom krankgeschrieben wurden von 2004  bis 2011 um 700 Prozent gestiegen.

Das Wort Burnout meint ein Erlöschen des inneren Feuers, der inneren Energie und will eine Kraftlosigkeit, ein Verbrennen bezeichnen, bei dem jegliche Kraft verglimmt. Was zurückbleibt  ist ein Gefühl der zermürbenden Erschöpfung, das sich bleiern auf das Gemüt senkt und den Körper schwächt, bis zum Zusammenbruch.  In meiner Praxis erzählen mir Menschen, dass nichts mehr ging. Keine Bewegung, kein Antrieb, keine Freude, nur Verdruss und emotionale Armut. Betroffene klagen über Kopfschmerzen, Verspannungen, Magen-Darm-Infekte, Schlaflosigkeit usw. bis sich das Leiden schließlich zu einer klinischen Depression entwickelt.

Eine Betroffene berichtete mir, sie konnte ihre Augen nicht mehr öffnen, nichts mehr zu sich nehmen, mit niemanden sprechen. Sie lag tagelang nur im Bett und starrte die Wände an. Freunde und Familie waren hilflos. Erst langsam, bei mehreren Wochen Aufenthalt in der Psychiatrie und anschließender Rehabilitation und Psychotherapie kamen die Lebensgeister zurück.

Burnout- Syndrom

das Leiden hat sehr viele Facetten: Forscher haben rund 130 Symptome ausgemacht.                               Kernsymptome sind:

emotionale Erschöpfung, eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Depersonalisierung

Lustlosigkeit, Übellaunigkeit, Gereiztheit

Gefühle des Versagens, Sinnlosigkeit

mangelndes Interesse am Beruf oder Aufgabenbereich

permanente Müdigkeit, Mattigkeit

Schlafstörungen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Schwindel, Kopfschmerzen etc.

Suizidgedanken

 

Ein Burnout ist eine Krise aus der man ohne Hilfe nicht herauskommt. Aber so wie jede Krise eine Chance ist, zumindest im chinesischen Schriftzeichen, kann genau diese Krise dazu beitragen, sich zu verändern, neue Werte zu entwickeln und sich selber auf eine ganz neue und schöne Weise wiederzuentdecken.  In einer Therapie oder in einem Coaching ist es möglich, neue Strategien zu lernen.  Dabei im Fokus stehen  Entspannungstechniken, Gespräche, Achtsamkeitsübungen, Atemübungen genauso wie die  Reflektion über die Entstehung des Burnouts mit seinen Mustern wie Leistungsdenken, ein sich beweisen müssen mit Sätzen wie „ich muss“ und  Ängsten wie zum Beispiel nicht gut genug zu sein.

 

Klienten, die ein Burnout hinter sich gelassen haben, berichten, sie können besser NEIN sagen, sie haben einen höheren Selbstwert aber vor allem, eine bessere Lebensqualität.  Wieder Freude und Spaß in den Alltag zu lassen, in die Partnerschaft, in den Beruf, sich selber neu erfinden nach Schicksalsschlägen und Überforderungen ist die Chance nach einer Krise!

 

" es gibt keine Einheitstherapie, dazu ist der Verlauf der Krankheit viel zu individuell"

 

" Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig hoffen,            das sich etwas ändert." (Albert Einstein)