Herzlich Willkommen im April

 

„in der Sehnsucht liegt die größte Verbundenheit“  (Michael Lehofer)

 

 

und nein, ich möchte nicht über dieses Thema reden, welches gerade auf jeder Plattform und in allen Medien präsent ist.

Ich möchte diesen Bericht nutzen, um über die Liebe zu reden. Nicht aus einem esoterischen Gutdünken heraus oder einer Laune der Zeit, weil die Liebe in der Psychotherapie ja eigentlich keinen Platz hat, sondern aus einem ganz einfachen Grund. Liebe ist das Gegenstück zur Angst.

Am Telefon präsent, sowohl im Kriseninterventionsteam des Landes Steiermark, als auch in eigener Praxis begegne ich Menschen mit Angst, Sorgen, dysfunktionalen Verhaltensweisen wie Gewalt usw.

Daher möchte ich ganz konkret auf Mut und Liebe hinweisen, als wirksamste Waffe gegen Einsamkeit, Sorgen und Rückzug. Als aktive Wahrnehmungsübung um Denken und Handeln wieder in eine gezielt gerichtete primäre Funktion umzugestalten, möchte ich Ihnen ein paar Fragen mitgeben und Sie einladen, sich der Fragen ehrlich zu stellen, sich Zeit dafür zu nehmen, vielleicht sogar in einer meditativen Haltung und in einer langsamen tiefen Atemfrequenz.

Wann habe ich in meinem Leben Liebe gespürt? Und wo genau im Körper habe ich diese Liebe wahrgenommen? 

Was und wen liebe ich und was sagt das über mich aus?

Wie sieht es mit meiner Selbstliebe aus? Geht da doch mehr?

Von wem werde ich geliebt?

Was bin ich bereit zu geben?

Und wofür bin ich richtig dankbar?                                       

                                                                                                                       

Das sind keine leichten Fragen, jedoch können sie helfen, wieder eine etwas andere Perspektive zu bekommen. Eine besondere Challenge wäre es auch, wenn es Menschen gibt, die Sie lieben, es diesen Menschen mitzuteilen und warum Sie sie lieben.

Umarmungen und Kuscheln sind dabei ebenso ganz wichtige Faktoren, weil sie ein Hormon namens Oxytocin freisetzen, welches im Blut das Stresshormon Cortisol reduziert.  Gerade in unserer Zeit besonders wichtig! Es funktioniert auch mit Tieren.

 

Übrigens ist es möglich, auch der Zeit gegenüber sich in eine Art Liebesfrequenz zu begeben. Wenn wir es schaffen, aus einem sogenannten Überlebensmodus herauszukommen um endlich Lebensqualität zu erreichen, ist dies noch einmal zu toppen, wenn wir uns in die Genießer-Frequenz bewusst hineinbewegen. Folgende Frage kann da helfen: „Angenommen, du hättest alles erledigt, müsstest nichts mehr leisten, müsstest nirgendwo hin und hast nichts Wichtiges am Plan, mit was und wem würdest du dir deine Zeit vertreiben?“    

Gerne erzähle ich Ihnen, womit ich mir die Zeit vertreibe:

·        Meditation: ist eines der besten Hilfsmittel um Klarheit und Ruhe zu generieren und um im Augenblick zu bleiben

·        Spazierengehen bzw. Laufen: die Natur ist unser bester Heiler

·        gute Gespräche führen: mit dem Partner, Nachbarn, möglich über Telefon, Videotelefon und darauf achten, dass es noch andere Themen gibt

·         ausgiebig und gesund kochen

·         Bücher zu lesen, die sich schon lange stapeln

·         Beteiligung im KITeam, um zu helfen

 

Wir, Ulli Kaufmann und Siegi Schütz wünschen Ihnen einen starken Frühlingsbeginn, ein klares Denken und ganz viel Liebe!

 

Zum Abschluss noch ein paar Gedanken: 

„Mut ist immer eine Handlung gegen die Angst“

„Freiheit misst sich an der Zahl der Entscheidungen, die ein Mensch treffen kann“

„Nicht was wir erleben, sondern was wir empfinden

macht unser Schicksal aus“