Herzlich Willkommen im Wonnemonat Mai

 

"Die Sehnsucht soll frei sein und nicht auf hohe Ziele gerichtet,                                                                  und die Freiheit soll frei sein von Illusion des Getrenntseins" (Ram Dass, Olklahoma 1987)                    

 


 

Von Zeit zu Zeit ertappen wir uns, dass wir uns so verhalten, als seien wir eine Rolle in einem Spiel und ebenso unser Gegenüber. Vielleicht bist du  auf einer Party und hast gesagt, wir sollten lieber achtgeben was wir sagen, denn wir haben einen Geistlichen unter uns oder du holst aus der Apotheke Medikamente und es ist dir aufgefallen, dass diese nicht die übliche Farbe haben, sagst aber nichts, da der Apotheker sich ja besser auskennen muss als du.

Jeder Mensch beurteilt das Verhalten von anderen mit seinem eigenen Erfahrungshintergrund.

Als wir klein waren, konnten wir leicht glauben, dass wir den Menschen, die über uns bestimmten, z.B. unsere Eltern, nicht gleich waren.                                                                                                                            Daraus könnten die Gedanken entstanden sein:

„Ich bin klein und größere Leute wissen alles besser.“                                                                                   „Ich bin klein und wenn sie sich nicht um mich kümmern, bin ich wohl nicht liebenswert.“                                  „Ich kann mir selbst nicht vertrauen und daher lerne ich, wo mein Platz ist, damit sie mich lieben.“

All diese Glaubenssätze oder Internalisierungen bedürfen dringender Anpassung, weil wir über das Leben dazugelernt haben. Wie bedauerlich, wenn wir etwas an einem anderen lieben und wertschätzen, aber im Außen immer darum ringen oder es rechtfertigen müssen.

So oft erlebe ich, wie Menschen im Zusammenleben und Arbeitsleben sich auf künstliche vorgegebene Rollen einigen. Nicht nur, dass diese Unmengen an Energie verbrauchen, sondern uns fern von aller Lebendigkeit und Freude halten.

Zum Anderen erliegen wir oft der Illusion, es sei leichter, andere die Verantwortung für unser Leben übernehmen zu lassen: „es ist bequem, ein Buch für den Verstand zu haben, einen Seelsorger für mein Gewissen und einen Arzt für meine Symptome…,ich brauche mich nicht selbst bemühen“ ,waren schon Weisheiten des Emanuel Kant vor über 200 Jahren.

Was aber ist die Konsequenz daraus, wenn wir uns an Bedingungen anpassen, die eine Wertschätzung unserer inneren Ressourcen nicht mehr ermöglichen?                                                                                                                        Und ist es wirklich eine Kompetenz, wenn wir die Fähigkeit der Anpassung besitzen oder ist es schlicht einfach nur Feigheit und Mangel an Mut, weil uns unsere Abhängigkeiten kalt im Nacken ihre Präsenz zeigen?

Lügen, Formeln und wachsende Kontrolle sind Instrumente in einer Welt, die nicht mehr zu uns zu passen scheint.
Die Hilferufe des ursprünglichen Wesens, die wir Symptome nennen, zeigen sich als Konzentrationsstörungen, Aggressionen, chronische Anspannungen oder Aufregung, Depressionen, Sucht und Zwangshandlungen, aber vor allem durch Angst.

Bei einem gesunden, nicht unterdrückten authentischen wesen wären sie undenkbar.                                       Kein wildes Tier und kein Mensch aus dem Naturvolk weist sie auf. 

 

Übung, mit dem Ziel, ehrlich und authentisch zu sein:

*stell dir öfters am Tag die Frage, ob das was du gerade machst und bist, aus deinem Innersten kommt    

*bist das du und bist du echt?

*wie oft am Tag fragst du dich, was könnten denn die Anderen von mir denken? , entscheide dich, dass es dir EGAL ist

*überlege dir, in welcher Art und Weise du dich von anderen Menschen unterscheidest.

 

Ihr Lieben, die ihr das lest, habt einen wunderschönen Mai.                                                                            Wir, Ulli Kaufmann und Siegi Schütz, freuen uns auf die gemeinsame Arbeit                                                     und vielleicht sehen wir uns im Juni am Bergseminar.

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Der Tanz der Freiheit

klingt nach Musik und Wildheit

nach wildem Geruch,

nach  Geborgenheit und Nähe die ich such

Der Tanz der Freiheit

schwingt in kosmischen Sphären

mit wehenden Bändern             

um mit Glück mich zu nähren

die Welt zu verändern. (Ursula Elvira Kaufmann)