Herzlich Willkommen im Februar

 

 

So oft höre ich die Aussage, „Reden allein bringt doch nichts“.

Richtig!

Denn unser Leib besteht aus dem Körper, der Seele und dem Geist. Und dieser befindet sich wiederum in einer Welt,  im Außen, welche innerlich wirkt. Die Depression wird als biopsychosoziale Entwicklung gesehen, die für Betroffene als Einengung von körperlichen, geistigen, emotionalen und sozialen Beweglichkeiten  beschrieben wird.

Dies zum Ausdruck zu bringen ist unter anderemTeil einer guten Psychotherapie. Daher

BRINGEN WIR BEWEGUNG IN DIE THERAPIE

Bereits seit den 60er Jahren wird die Integrative Bewegungstherapie als ganzheitliche Methode kontinuierlich weiterentwickelt.  Bedeutend waren hier die Amsterdamer Laufstudien, bei denen es verschiedene Gruppen psychisch erkrankter Personen gab. Eine dieser Gruppen wurde regelmäßig in den Wald geschickt, um flotte Bewegung zu machen. Der anderen Gruppe wurden nur Psychopharmaka verschrieben. Was glaubt ihr, welcher Gruppe es nach 6 Wochen signifikant besser ging?

 

Bewegungstherapeutische Interventionen können dazu beitragen, neue Bewegungsspielräume zu erschließen und eine Umstimmung der deprimierten Verfassung zu lindern. Nicht umsonst wird in den Rehabilitationskliniken die Aufmerksamkeit intensiv auf Sport gelegt. 7:00 Morgensport!

Mich könnte man ja jagen, mit dieser Uhrzeit, dennoch geht es um die Erreichung von Aktivierung, Selbstwirksamkeit, gezielter Wahrnehmung und einer wohlwollenden Beziehung zum eigenen Körper.

 

Unterstützend finde ich hier das flexible Modell von Herrn Prof. Hilarion Petzold (Petzold 1996),  der „vier Wege der Heilung und Förderung“. Auseinander hervorgehend, überlappend und parallel geht es um

1.       Bewusstseinsarbeit und Sinnfindung

2.       Nachsozialisation und Grundvertrauen

3.       Erlebnisaktivierung und Persönlichkeitsentfaltung

4.       Solidarität, Metaperspektiven und Engagement

 

Übung:

Wie immer möchte ich euch eine kleine Übung mitgeben:

Nimm einen schweren Gegenstand, z.B. einen großen Sandsack oder einen großen Stein.

Probiere aus, wie du ihn bequem tragen kannst – mit den Händen, in den Hüften? 

Achte darauf wie beschwerend das wirkt, ob dich die Last beugt oder aufrichtet.

Wie reagiert der Körper? Was möchte er gerne tun, wenn er die Last los wird?

Wie ist es die Last hinzulegen und liegenzulassen?

Möchtest du das Schwere wieder nehmen? Wenn ja, wie kann man weiter damit umgehen? Jemanden zeigen oder verstecken? Jemanden anderen geben? Ein Stück gemeinsam tragen?

Natürlich steht die Last als Symbol für etwas Belastendes aus dem Alltag. Sich auf diesem Weg begleiten zu lassen und anzuvertrauen ist Teil unserer Gespräche, um sie wieder in Worte zu fassen und gleichzeitig Worte der Heilung zu finden und negative Internalisierungen (Glaubenssätze) in positive zu verändern.

Wir, Ulli Kaufmann und Siegi Schütz, freuen uns auf die gemeinsame Arbeit!

 

PS:                                                                                                                                                                                                               Gerne möchte ich hier auf ein besonderes Seminar im Sommer aufmerksam machen. Der Integrativen Bewegungstherapie  entsprechend, möchten wir ein Wochenende in einem wunderschönen Areal verbringen: um zu verbinden, abzuhängen, herauszufordern, auseinandersetzen, Gemeinsamkeit spüren.  Mit leichten Wanderungen, Beobachtungen von Murmeltieren (es gibt sie dort wirklich zum Sehen), einer Sonnenaufgangsmeditation und vielem mehr…seid gespannt.

Anmeldungen ab sofort möglich!