Herzlich Willkommen im November

heute möchte ich gerne ihre Aufmerksamkeit auf Regeln lenken.

Und zwar auf IHRE LEBENSREGELN

 

 


Eine Regel ist definiert als eine feststehende Richtlinie oder eine Vorschrift für Verhalten, Vorgehen oder Anordnungen.

Es wird sie vielleicht überraschen, dass sie nach Regeln leben, deren Existenz sie nicht kennen und die ihnen nicht einmal bewusst sind.

Regeln haben etwas mit dem Konzept des Sollens und Nicht-Sollens zu tun. Sobald zwei Menschen zusammenleben, werden bewusst oder unbewusst Regeln festgelegt, die ihre Konsequenzen auf dynamische Weise nach sich ziehen.

Wenn ich anfange mit Paaren oder Familien über Regeln zu sprechen, kommen zuerst immer Themen wie Finanzen, Hausarbeit oder individuelle Bedürfnisse zur Sprache.  Oft erweist sich dies als äußerst klärende Erfahrung, die überraschende Möglichkeiten für ein positiveres Zusammenleben erschließen kann. Ich habe festgestellt, dass die meisten Menschen annehmen, jeder andere wisse, was sie wissen. Zornige Eltern beklagen sich bei mir: „Er kennt doch die Regeln!“ Gehe ich dann der Sache nach, so stelle ich häufig fest, dass dies nicht zutrifft. Die Annahme, dass andere Menschen ihre Regeln kennen, ist häufig ein Irrtum. Wenn sie mit ihrer Familie über ihre persönliche Regel-Liste sprechen, werden wahrscheinlich die Gründe für Missverständnisse und Verhaltensprobleme schnell offensichtlich. 

Hellsehen ist bekanntlich nicht unser Metier, daher ist es ratsam sich zu vergewissern, in welchem Maße Regeln bekannt sind und verstanden werden.

Nachdem alle Regeln niedergeschrieben worden sind und die Familie um deren Existenz weiß, können sie zur nächsten Phase übergehen. Überprüfen sie gemeinsam, welche Regeln noch passend sind und welche nicht mehr. Da sich die Welt in einer schnelllebigen Zeit befindet und sich ständig verändert, versuchen sie überholte Regeln der Gegenwart anzupassen. Fahren sie ein modernes Auto nach den Regeln eines Export Käfers mit 30 PS? Eine der Eigenschaften einer nährenden Familie ist die Fähigkeit, ihre Regeln immer der Gegenwart anzupassen!

Gute Regeln erleichtern das Leben, statt einzuschränken.

Also, Regeln gehören überholt, wenn sie unfair, unklar oder unpassend sind.

Die Regeln, über die wir bisher gesprochen haben, waren ziemlich offensichtlich und leicht zu erkennen. Es gibt aber noch eine andere Art von Regeln, die häufig sehr versteckt und wesentlich schwerer greifbar zu machen sind.

Dazu möchte ich im Dezembertext näher darauf eingehen.

Übung für Regeln innerhalb von Familien:

·       Setzen sie sich alle zusammen und stellen sie sich die gemeinsame Frage: „Was sind unsere derzeitigen Regeln?“ nehmen sie sich dafür ein Blatt Papier und Schreibzeug zur Hand und vermeiden sie in dieser Phase Diskussionen, ob diese Regeln richtig und berechtigt sind.

·       Welche dieser Regeln sind hilfreich und welche sind behindernd?

·       Welche Möglichkeiten haben sie, Regeln zu verändern?

Wenn sie möchten, können sie mit ihrer Familienforschung noch genauer nachfragen:

·       Wie entstehen Regeln in ihrer Familie?

·       Wer entscheidet über diese Regeln, ist es der oder die Älteste, Netteste, Gebrechlichste oder Mächtigste?

·       Woher stammen ihre Regeln? Aus welcher Zeit und wie alt sind ihre Regeln?

 

Gerne setzten wir uns gemeinsam zusammen, um über diese Themen ganz individuell nachzuforschen und vielleicht zu verändern, um sie für eine Neue Zeit passend und somit leichter zu machen.

Wir, Ulli Kaufmann und Siegi Schütz, wünschen Ihnen einen wunderbaren November.

   

 

Remedium

„Veränderung in mir, bringt Veränderung um mich herum

Veränderung um mich herum, bringt Veränderung in mir

 

Remedium

Veränderung fordert ungefragt und stellt die Regeln auf den Kopf

was gestern noch galt,

ist heute längst verhallt

und gleicht dem Tode, still und kalt

 

Remedium

fordert einen Neubeginn für das was nicht mehr gilt

was morgen erscheint

uns alle vereint

und gleicht dem Leben - liebevoll und frei gemeint

 

Remedium

fordert ungefragt den Neubeginn des Individuums

in einer Art zu denken

alte Regel zu verschenken

in den Geist von Göttlichkeit zu lenken“

Ursula Elvira Kaufmann